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cheesus
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Beitrag von cheesus » 20.07.2012 10:04

moin
kann man sich als et student matlab iwo von der uni runterladen?

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krauthaeuser
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Re: matlab

Beitrag von krauthaeuser » 20.07.2012 12:43

cheesus hat geschrieben:moin
kann man sich als et student matlab iwo von der uni runterladen?
Ich weiß, dass es kein guter Stil ist, eine konkrete Frage mit einem Verweis auf etwas zu beantworten, nach dem gar nicht gefragt wurde. Ich mach's trotzdem:

Falls es nicht um Simulink geht, kann alles was Matlab kann (und mehr!) auch von python (http://www.python.org) + Zusatzpaketen (http://pypi.python.org/pypi) erledigt werden. Ein recht vollständiges Gesamtpaket für Windows findet sich hier: http://code.google.com/p/pythonxy/

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Re: matlab

Beitrag von Robsen » 20.07.2012 13:00

1) Falls du noch ein 32-Bit System hast, gibts beim Lehrstuhl von Professor Janschek legal eine Uralt Version. Läuft aber wie gesagt nicht unter 64-bit.

2) Freeware Alternative wäre SciLab - Dr. Hildebrand nutzt das z.B. statt Matlab. Halte ich persönlich für keine gute Lösung, da man im Studium ja auch lernen sollte mit der Software umzugehen, die man später im Job braucht. Und da ist Matlab eben ein Standard.

3) Du bist E-Technik Student, hast also garantiert schon mal was vom Internet gehört. ;) Sei kreativ oder frag Energietechniker oder Automatisierungstechniker - die habens alle irgendwo her. Psst!
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Re: matlab

Beitrag von saschihase » 20.07.2012 13:22

<Klugscheiß-Modus> Erstmal ist Scilab unter einer GPL-kompatliblen Lizenz veröffentlicht und somit freie Software. Was zu "Freeware" ein bedeutender Unterschied ist. </ Klugscheiß-Modus>
Leider ist die Bedienung von Scilab wirklich nicht so "schmerzfrei" wie die von Matlab. Allerdings bietet das Programm mit xcos eine netten Simulinkersatz. Die eventuelle Umstellung auf Matlab, sollte man sich denn auf scilab einschießen, dürfte also kaum schwer fallen. Eins von beiden sollte man wohl mindestens mal antesten, aus ATler-Sicht kann ich nur berichten, dass man es recht oft für das Studium braucht.
Für Python macht ja nicht nur Professor Krauthäuser Werbung. Eine "richtige" Programmiersprache mit ein paar komfortablen Paketen klingt auch echt verlockend. Zumal man auch an manchen Prkatikantengesuchen aus der Industrie feststellen kann, dass die ATler suchen, die was von Python verstehen. Nur mal so.

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Re: matlab

Beitrag von cheesus » 20.07.2012 14:15

ja python kenn / kann ich, dachte nur das matlab deutlich bequemer ist; naja hatte gehofft, dass man das vernünftigt bekommt wie z.b. die ganzen microsoft produkte, ansonsten gibts ja auch ne opensource variante davon (octave) hat da jemand mit erfahrungen?

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Re: matlab

Beitrag von kl3mse » 24.07.2012 23:30

ich kann python mit zusatzpaket sympy und numpy nur empfehlen.
+ ich hab mich sehr schnell zurecht gefunden!
+ es ist sehr mächtig, läuft sparsam in der konsole und kann sehr viele sachen die matlab mWn nicht kann (latex ausgaben um nur eine zu nennen!)
+ es ist freie software
+ es ist freie software

ich finde nicht dass proprietäre software irgendetwas an der uni zu suchen hat. das schafft nur abhängigkeiten zu softwarefirmen, kostet die uni unnötig lizenzgelder und ist nicht flexibel anpassbar. stattdessen sollte man freie software fördern..(jaja, ich habe den richard stallman vortrag besucht!)

achja: fang am besten damit an dir ein gnu/linux zu installieren und diesen windows müll zu entfernen ;)

edit: octave habe ich als deutlich unbequemer empfunden, aber das ist vielleicht auch geschmackssache

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Re: matlab

Beitrag von cheesus » 26.07.2012 16:30

naja linux auf jedenfall nebenbei aber eben auch windows(visual studio, gescheite grafiktreiber,...);
achja und open office suckt einfach nur, so das wars ;)

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Re: matlab

Beitrag von krauthaeuser » 26.07.2012 21:54

Zur Betriebssystemdebatte:

Ich bin Unix/Linux sozialisiert. Zur Zeit nutze ich MacOS auf meinem Laptop. Auf unseren Messrechnern läuft Win XP oderr Win 7.

Zu Hause fühl ich mich unter Linux oder MacOs. Klar komme ich aber auch unter Windows (Win7 ist gar nicht so schlecht).

Python läuft auf all diesen Plattformen. Und auch wenn ich bash und Emacs favorisiere: pydev unter Eclipse oder die VisualStudio Erweiterung für Python von Microsoft (Name vergessen) funktionieren prima. Nicht so dogmatisch denken...

Und ja: OpenOffice ist nicht der Renner ... LaTeX ist allemal besser...
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Re: matlab

Beitrag von kl3mse » 27.07.2012 11:35

es geht nicht um dogmatisches denken. freiheit ist das stichwort.
für alle die sich dafür interessieren (das sollten alle sein!):
http://fsfe.org/freesoftware/transcript ... 09.en.html

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Re: matlab

Beitrag von krauthaeuser » 27.07.2012 13:29

kl3mse hat geschrieben:es geht nicht um dogmatisches denken. freiheit ist das stichwort.
für alle die sich dafür interessieren (das sollten alle sein!):
http://fsfe.org/freesoftware/transcript ... 09.en.html
Es war nicht meine Absicht, Sie anzugreifen. Wenn das so rübergekommen ist, bitte ich um Entschuldigung. Ich hab' überhaupt nichts gegen freie Software; das Gegenteil ist der Fall. Meiner Erfahrung nach ist es aber für viele einfacher, zunächst mal eine Software auszuprobieren (python LaTeX), ohne direkt ganz auf Linux o.ä. umzusteigen. Muss auch keiner, wenn er (noch) nicht will.
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Re: matlab

Beitrag von kl3mse » 27.07.2012 22:54

ich hab das nicht als angriff gedeutet, kein problem..es tut mir leid, falls ich ein wenig zu stark "zurückgeschossen" hab.
ich stimme ihnen zu, den sprung ins kalte wasser mögen wenige.
das thema ist glaube ich ohnehin ein wenig abgedriftet, im endeffekt muss eben jeder selbst wissen was wichtiger ist (und bei der entscheidung siegt meistens die bequemlichkeit).

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Re: matlab

Beitrag von saschihase » 27.07.2012 22:59

Wie harmonisch. Wann war eigentlich der letzte große Flame-War in diesem Forum? ;)

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Re: matlab

Beitrag von Hans Oberlander » 28.07.2012 00:10

vor ein paar Tagen. viewtopic.php?f=90&t=11253 xD

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Re: matlab

Beitrag von ThFr » 05.08.2012 09:33

Hier einmal meine Erfahrungen zum Thema Matlab und Alternativen, falls es noch jemanden interessiert:

Die Frage ist eigentlich, was will man machen und wofür braucht man es. Will man Vorlesungen/Übungen nachvollziehen, die sich direkt auf Matlab beziehen, kann ich als Alternative zu Matlab nur GNU/Octave empfehlen. Octave bemüht sich Matlab-konform zu sein, vorallem bzgl. Befehlsnamen und Syntax, und für Windows gibt es Octave unter http://octave.sourceforge.net/ und dort gibt es auch einige Zusatzpakete für Octave. Mit denen kann man dann fast jedes Matlab Skript ausführen. Es ist IMHO die beste Matlabalternative, wenn versucht Matlabbefehle oder -skripte nachzuvollziehen. Es fehlt natürlich im Gegensatz zu SciLab der grafische Editor.

Mit SciLab selber hab ich wenig Erfahrungen gemacht. Ich hab vor Jahren einmal für die AT Vorlesung ausprobiert, aber es kam mir damals etwas unstabil vor und es war inkompatibel mit den Matlabbefehlen, also habe ich das nicht weiter verfolgt.

Eine weitere Überlegung wäre die freie ITPP Bibliothek für C++, welche versucht im Bereich Kommukationstechnik und Digitale Signalverarbeitung viele Matlab-ähnliche Funktionen anzubieten. Wenn man in dem Bereich unterwegs ist, lohnt sich der Blick auf diese Bibliothek, gerade auch dann, wenn man Zugang zu Matlab hat. Da man hier eigentlich ein C++ Programm schreibt, was anschließend kompiliert wird, kann man großen Simulationen auf jeden Fall einen entscheidenen Geschwindigkeitesvorteil erzielen. Das wiederrum ist auch ein Nachteil, den die interaktive Konsole fehlt völlig.

Wenn man gleich mit Python anfängt, sollte man sich vielleicht auch einmal Sage anschauen, es versucht viele Python Bibliotheken in eine große Suite zu packen. Erwähnenswert ist auch der integrierte http-Server, auf dem man Sage interaktiv im Browser benutzen kann (einfach notebook() in die Sage Konsole eingeben). Man erstellt Worksheets, auf denen man Skripte schreibt und dann sofort von Sage auswerten lassen kann (Grafiken werden gleich eingebettet angezeigt). So kann man Sage auch ohne Installation gleich ausprobieren bzw. die Beispiele des Tutorials sofort ausführen, und für viele Leute (z.B. Studenten) eine Oberfläche zum Experientieren bereitstellen, ohne das diese sich erst Sage installieren müssen. Die Sage Konsole basiert auf iPython und Sage verwendet viele bekannte Python Bibliotheken, u.a. matplotlib, numpy und mpmath. Es ist eine sehr große Umgebung (>300MB Binär), kann dafür relativ viel und ist für Python Freunde auf jeden Fall einen Blick wert, da man eigentlich alles was Python bietet gleich auf einen Haufen hat. Für Windows kann man sich bisher nur ein Virtualbox Image runterladen. Ansonsten werden Binaries für Mac OS und die großen Linux Distros bereit gestellt. Andere Distro stellen diese auch selber bereit, z.B. Arch Linux.
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