[Umfrage] Programmiersprachen und Software für den Ingenieur

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Welche Tools sollte ein Elektrotechnik-Ingenieur beherrschen?

C
28
17%
Python
13
8%
Java
9
5%
Matlab
23
14%
Simulink
10
6%
C++
20
12%
Spice (z.B.: LTSpice; Multisim)
11
7%
Labview
6
4%
C#
7
4%
MS Powerpoint
16
10%
Latex
20
12%
VHDL
4
2%
 
Abstimmungen insgesamt: 167

Dunno
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[Umfrage] Programmiersprachen und Software für den Ingenieur

Beitrag von Dunno » 18.12.2012 14:03

Hi,

mich würde interessieren welche Tools mittlerweile State-Of-The-Art für die Aufgaben eines Ingenieurs sind. Wenn ich was wichtiges vergessen habe, einfach her damit ;)

Danke schon mal
Dunno

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zman
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Re: [Umfrage] Programmiersprachen und Software für den Ingenieur

Beitrag von zman » 18.12.2012 15:30

Ich glaube, es kommt ganz auf das Betätigungsfeld an. Wenn es in Richtung Fahrzeugtechnik/Applikation geht, kann man Tools wie z. B. INCA ergänzen.
In breitem Umfang eingesetzt werden sicherlich auch Finite-Elemente-Tools, wie etwa ANSYS.
Dass Office-Anwendungen beherrscht werden, wird wohl in den meisten Unternehmen auch vorausgesetzt werden.
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jcm
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Re: [Umfrage] Programmiersprachen und Software für den Ingenieur

Beitrag von jcm » 18.12.2012 20:20

Ich denke, man sollte sich hier nicht unbedingt auf eine Sprache oder Software festnageln.

Was man als Ingenieur auf jeden Fall mal gemacht haben sollte ist überhaupt mal ein Programm zu schreiben und/oder mal ein Problem mit MatLab oder ähnlichem gelöst haben. Es kann auf keinen Fall schaden, mal ein C/C++ Programm geschrieben zu haben.

Wie schon geschrieben, kommt es wirklich drauf an, was man später machen will. Die Software, die man dann im Berufsleben nutzt kann man zumeist gar nicht vorher wissen, da die Unternehmen nicht alle die selbe vlt. sogar gängigste Software nutzen. Wenn ich Schaltungsentwickler bin, sollte ich schonmal was von Spice gehört haben, aber da gibt es dann auch wieder unterschiede auf welcher Ebene man das betreibt (integrierte oder diskrete Schaltungen...) und demnach unterscheidet sich dann auch wieder die Software.

Ich sag mal ganz pauschal aus eigener Erfahrung bei Infineon, dem AMTC Dresden, Rohde & Schwarz und dem Fraunhofer IIS: Die haben ALLE MatLab und MS Office. Und je nach Entwicklungsabteilung entsprechende Spice- oder VHDL-Entwicklungstools und Simulatoren.

Schreib doch mal, in welche Richtung Du gehen willst, dann kann man auch gezielter antworten.

Ich habe übrigens auch einen Freund, der Informatik studiert hat in DD, seine DA bei BMW in München geschrieben hat und jetzt dort arbeitet - allerdings schreibt der keine Zeile Quelltext mehr, sondern ist Projektleiter für die Multimedia-Interfaces... nur mal so am Rande, wie es später mal kommen kann ;)

Das wichtigste ist das Grundverständnis vom Programmieren - also wie so ein Programm aufgebaut ist und was es so für Programmiertechniken gibt... Dann kommt man auch in kürzester Zeit mit neuer Software und Sprachen klar. Und wie gesagt: MS OFFICE ist eigentlich Standard und auch nicht wirklich schwer zu bedienen - die Anspüche an Layout und Formatierungen, die man so bei der DA hat, die hast Du später im Beruf eh nicht mehr, da gar keine Zeit dafür bleibt, da ist der Inhalt und die Rechtschreibung wichtiger als perfekte Formatierung. Wenn Du Latex kannst, ok. aber ich hab das noch nie gemacht, aber auch noch nie gebraucht ;)

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Re: [Umfrage] Programmiersprachen und Software für den Ingenieur

Beitrag von MrGroover » 18.12.2012 23:33

Was sich alles einbildet, Office zu beherrschen, grauenvoll. Die wenigsten können damit richtig umgehen, sieht man schon daran, wie manche ein Inhaltsverzeichnis bauen oder Bildunterschriften/Tabellenüberschriften basteln. Es bringt relativ wenig, wenn man das beherrscht, die wenigsten von denen, mit denen man arbeitet, sind auf einem gleichen Stand. Das gilt zwar auch bei anderen Programmen, aber die Durchdringung von Office (egal welche Version, ob M$, OOo, LibreOffice, StarOffice und was es noch alles gibt) ist deutlich höher.

Es ist sehr stark von dem abhängig, was dich interessiert. Der eine braucht CAD-Software, der andere FEM, die nächste löst Probleme zur TK-Netzplanung mit einem Spezialtool, Chiplayouts werden mit VHDL oder Verilog gebastelt, usw. usf. Wenn du den Umgang mit allgemeingültigen Werkzeugen beherrschst, ist dir schon mal viel geholfen. Also grundlegende Sachen zur Programmierung kennen (funktional oder objektorientiert und dazu noch die Grundlagen, sprich Schleifen und Verzweigung) und/oder Matlab kennen. Mit Python lässt sich auch beides mit einem Werkzeug erschlagen. Und das sogar kostenlos und auf vielen verschiedenen Plattformen. Ohne geht es aber auch, vor allem dann, wenn man irgendwo landet, wo man nie dachte zu landen. Dann ist wieder alles anders.

Das notwendige Handwerkszeug bekommst du mit, wenn du in der dich interessierenden Richtung als SHK anfängst, spätestens aber bei der Studienarbeit oder im Praktikum. Und die Firmen wissen oft, dass Uni-Leute weniger ein spezielles Werkzeug beherrschen, sondern das eher an der FH gelehrt wird.

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Re: [Umfrage] Programmiersprachen und Software für den Ingenieur

Beitrag von jcm » 20.12.2012 00:04

MrGroover hat geschrieben:Was sich alles einbildet, Office zu beherrschen, grauenvoll.
Ich hoffe, Du meinst damit jetzt Deine Kollegen, mit denen Du arbeitest und nicht mich :geek: Das kommt nämlich irgendwie nicht ganz rüber :|
MrGroover hat geschrieben: Die wenigsten können damit richtig umgehen, sieht man schon daran, wie manche ein Inhaltsverzeichnis bauen oder Bildunterschriften/Tabellenüberschriften basteln.
Das kann ich bestätigen, aber benutzt wird es trotzdem in den MEISTEN Unternehmen in der Elektrotechnik-Branche. Ob das jemand perfekt beherscht oder nicht, ist dabei egal. Wie ich schon geschrieben habe: es interessiert später keinen mehr eine perfekte Formatierung (außer natürlich man arbeitet in entsprechenden Institutionen und muss regelmäßig publizieren etc, wo es schon aufs Format ankommt ;) )
MrGroover hat geschrieben: Es bringt relativ wenig, wenn man das beherrscht, die wenigsten von denen, mit denen man arbeitet, sind auf einem gleichen Stand.
Wer ist auf welchem Stand??? Hää? Und was bringt wenig, wenn man was beherrscht? Office? Sehe ich zum einen nicht so und zum anderen gibt's für's einfache Texte schreiben nicht's groß zu beherrschen :roll: Ich denke mal, ich weiß was Du meinst, aber es geht hier nicht um Gesamtschüler mit Gesellenbrief, die wissen, wie der PC an und aus geht, sondern um Hochschulstudenten, von denen jeder mal irgendwie und irgendwann in Kontakt mit einem Office war - und ja, die unterscheiden sich mittlerweile kaum noch. Und die ganz dollen Funktionen neben einfachen Text- und Tabellenformatierungen und -funktionen lernt man ohnehin erst dann, wenn man sie braucht... und das ist nicht unbedingt im Studium ;)
Nur ist dabei auch zu beachten, dass in Unternehmen (groß oder klein) ALLE Leute irgendwelche Texte schreiben müssen und da kann und darf man nicht erwarten, dass JEDER schonmal Latex gemacht hat. Und MS Office ist nunmal die Standard-Applikation auf dem Gebiet und ja, alles nach 2003 ist Schei$$e :evil: und ich muss immer noch suchen, bis ich meine Formatvorlagen wieder finde und anpassen kann :roll:
Da werden halt mehrere Lizenzen gekauft im Unternehmen. Das hat auch den Hintergrund der Kompatibilität: Ja ja, OOffice und Konsorten können auch DOCs öffnen, ABER zum einen leidet die Formatierung erheblich und zum anderen ist VBA-Code nicht oder fast nie ausführbar... und Du würdest Dich wundern, was bei Infineon und am AMTC alles mit VBA ausgewertet wird ;)
MrGroover hat geschrieben: Das gilt zwar auch bei anderen Programmen, aber die Durchdringung von Office (egal welche Version, ob M$, OOo, LibreOffice, StarOffice und was es noch alles gibt) ist deutlich höher.
Ist das jetzt die Aussage, dass Office Deiner Meinung nach weit verbeitet ist? Ich versteh das mit der Durchdringung nicht ganz, da Du ja widerum alle möglichen Versionen aufgezählt hast. Oder soll das im Vergleich zu Latex gesehen werden? Das stimmt dann natürlich.

Im Prinzip ist egal, mit welchem Office Du arbeitest. Ich habe ja auch nur geschrieben, was Standard in den bekannten größeren Unternehmen ist - egal ob das jeder beherrscht oder nicht. Übrigens: es gibt immer irgendeinen, der es kann und der erstellt auch öfter mal die entsprechenden Formatvorlagen oder stellt Dokumente mit Corporate Designs zur Verfügung, die jeder benutzen darf und soll... und schon muss man davon keine Ahnung mehr haben :P

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Re: [Umfrage] Programmiersprachen und Software für den Ingenieur

Beitrag von MrGroover » 21.12.2012 08:57

Dafür, dass du so sehr betonst, dass es um Hochschulabsolventen geht, verstehst du nach eigenem bekunden relativ wenig von dem, was ich schreibe...

So abgefahrene Sachen wie Formatvorlagen oder Makros erstellen meine ich noch nicht mal als das, was bei Office (egal welcher Ableger) keiner beherrscht, sondern eher häufiger vorkommende Dinge wie eben ein Inhaltsverzeichnis oder Beschriftungen. Was man da oft an Dokumenten zu sehen bekommt, das ist schlimm. Die Lösungen bei den Beschriftungen gehen soweit, dass es am Ende dazu führt, dass das zu beschriftende Element auf Seite X ist und die entsprechende Beschriftung auf X+1 oder X-1. Weiß ja nicht, wenn du meinst, das sowas bei einem Dokument egal ist, bei mir hinterlässt das den Eindruck, das Stümper am Werk waren. Und sowas kommt bei allen Bildungsschichten vor, zumeist jedoch in besonders stark ausgeprägter Form bei der "Lobby".

Das mit der Durchdringung: Office ist oftmals ein Paket, was bei den meisten vorhanden ist, egal in welcher Richtung die Leute arbeiten. Da kommt es eben oft vor, dass man mit Leuten zu tun hat, die (einfache) Dinge nicht beherrschen, Probleme einfach anders lösen oder nur mangelhaft. Da wird der eigene Arbeitsfluss gestört. Anderes Beispiel wäre Matlab, Anwendungsfall Schleifen mit und ohne Parallelisierung. Einige wissen, wie man das hin bekommt, andere warten ewig darauf, dass der Code rechnet.

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Re: [Umfrage] Programmiersprachen und Software für den Ingenieur

Beitrag von jcm » 21.12.2012 10:02

Ja genau, ich gebe sogar zu, dass ich Deinen Text nicht richtig verstanden habe, weil Du irgendwie ein paar Sachen weggelassen hast oder das für mich nicht ganz klar war. Aber jetzt ist es besser :D

Ich kann Dich voll verstehen und habe das auch öfters schon gesehen.

Deswegen möchte ich aber auch mal auf die Fragestellung des TEs hinweisen: Er wollte wissen, welche Software man doch beherrschen solle. Und da bin ich der Meinung, das Office (egal welches Paket) mit dazu gehört - vor allem aus den von Dir genannten Gründen. Es ging hier nicht darum darüber zu diskutieren, ob irgendwelche Leute zu doof sind, das zu benutzen, sondern lediglich um die grundsätzliche Frage, womit er sich beschäftigen sollte. Und daher mein Hinweis: Standard in der Industrie ist nun mal MS Office, zumindest bei größeren Unternehmen. Und die Dokumentation ist nunmal das A und O in Unternehmen und die wird nunmal in Textform erstellt :!:

Er sollte daher doch zumindest einmal einen Beleg o.ä. geschrieben haben mit Office. Ob er sich danach nun für Latex entscheidet ist sein Bier, aber spätestens nach dem Studium (wenn er wie gesagt nicht an der Uni oder ähnlichen Institutionen bleibt) wird er in den Unternehmen MS oder ein anderes Office vorfinden. Und um dann nicht zu den Leuten zu gehören, die Dich am arbeiten hindern, sollte er das zumindest mal benutzt haben.

Vielleicht ist das gerade auch das Problem: das viele Hochschulabsolventen der Meinung sind, ich mach alles mit Latex und die haben dann später natürlich keinen Plan von Office - das ist jetzt nicht verallgemeinert!

Im Übrigen: Selbst in wissenschaftlichen Abhandlungen und Büchern sieht man solche Fehler mit fehlenden oder verschobenen Bildbeschriftungen... Das liegt aber auch daran, dass der Inhalt dann vielleicht wichtiger ist als die Formatierung (wozu auch solche Sachen wie das Inhaltsverzeichnis etc. gehören) und das auch mal passieren kann.

Und zum Thema Matlab: das sollte man sich natürlich nicht installieren, wenn man eigentlich nur einen Taschenrechner braucht ;) Und daher wieder der Hinweis auf die eigentliche Frage des TE: welche Software sollte er beherschen als Ingenieur ;)

O.k. "beherrschen" ist ohnehin subjektiv, aber wenn er es regelmäßig einsetzt und ein Grundverständnis entwickelt wie, wo und was er in der Software zu suchen hat und was damit zu tun ist, dann ist das schonmal ein Ansatz.

BTW: ich habe auch nicht einmal im Rahmen des Studiums Matlab benutzt (ich hatte er mit analytischen Problemen zu tun und brauchte Maple ;) ), kam dann aber während einer Nebenbeschäftigung in den Genuss mich einarbeiten zu dürfen und nach 3 Monaten wurde von den anderen Mitarbeitern (!!!) gefragt, ob ich nicht mal einen Crash-Kurs geben kann :roll: Das soll heißen, dass man sich mit grundlegendem Programmierverständnis (eigentlich ist Matlab ja keine Programmiersprache ;) ) recht zügig einarbeiten kann in neue Software. Und da bin ich der Meinung (was sich auch immer wieder zeigt) dass C/C++ da zum Grundwissen gehört.

Wir sollten hier auch keine Diskussion führen, ob und wer Ahnung oder nicht Ahnung von Office hat - ich weiß auch nicht wie Du auf das Thema kommst, darum ging es überhaupt nicht - sondern vielleicht er beschreiben, welche Grundlegenden Funktionen man beherrschen sollte bei der angesprochenen Software.

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