Es ist zu weinen....

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Scipio
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Es ist zu weinen....

Beitrag von Scipio » 01.07.2013 17:41

Ich weis ich gehe euch damit sicher auf den Keks, nur ich weis nicht mehr wohin...

Ich sitze hier gerade vor dem Schaltungstechnikpraktikum und bin der Verzweiflung nahe, ich raff diesen Kram einfach nicht....

Ich hatte schon bei Analoge Schaltungstechnik so meine Schwierigkeiten und wäre wegen Digitale Schaltungstechnik fast von der Uni gefolgen und sitze ich hier und quäle mich durch die VA's

Selbst unter Verwendung von Fremdaufzeichnungen (den Not sie zu nutzen empfinde ich als persönlich Niederlage bzw. Demütigung, weil ich es nicht selber gebacken bekomme) fällt es mir schwer da durch zu blicken, z.B.: ist mir rätselhaft wie in Leistungsverstärker im A-Betrieb mit indukiver Speißung 8.16V Uamax haben kann, wenn er nur ein UCC von 5 V hat... (Versuch 3 VA1)

Auf mich wirkt es immer als würde bei jeder Schaltung föllig neue Gesetzmäßigkeiten gelten (die man dan auf mysteriösem Weg erkennen muss), mein Verstand sagt mir zwar dass das nich sein kann aber so kommt es mir halt vor.

Ich befürchte langsam, dass ich prinzipiel nicht in der Lage bin Schaltungstechnik zu verstehen und das als angehender ET-Ingenieur...

Ich bin mir ziehmlich sicher, dieser Beitrag wird nicht lange überleben aber ich musste es mir einfach mal von der Seele schreiben...

gez.: Scipio

ps: das nächste Praktikum wird sicher genauso "toll" wie die anderen auch...

Kelso
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Re: Es ist zu weinen....

Beitrag von Kelso » 02.07.2013 16:58

du bist nicht allein

hypocrisy
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Re: Es ist zu weinen....

Beitrag von hypocrisy » 03.07.2013 10:27

Das Gefühl des zu-dämlich-zu-allem-seins gehört wohl für die meisten gerade im Grundstudium dazu. Kann dir aber versichern, dass sich das legt, je weiter man im Hauptstudium vorstößt, sein eigenes Fachgebiet findet und sich mehr und mehr Fach- und (ganz wichtig!) Überblickswissen aneignet. Hatte auch genug Momente, wo ich dachte, dass ich es nie raffen werde und völlig falsch aufgehoben bin und tata, ich schreib grad an meiner Diplomarbeit.

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Re: Es ist zu weinen....

Beitrag von mzldxf » 03.07.2013 10:31

Schaltung ist ja schwer, aber wenn man die drei Grundschaltungen beherrscht, es scheint nicht so komplex wie wir vorstellten. Vielleicht kann ich dir helfen, Schaltung ist meine Fachvertiefung. Und Letzt mal habe ich die Klausur 1,7 gemacht:)
Zuletzt geändert von mzldxf am 03.07.2013 10:37, insgesamt 1-mal geändert.

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Scipio
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Re: Es ist zu weinen....

Beitrag von Scipio » 04.07.2013 17:50

Ich versuche es jetzt mal mit ein paar praktischen Beispielen und Schaltungssimulationen auf dem PC. Vielleicht erschließt sich mir so das Ganze.
Wenn nicht bin ich vielleicht einfach zu dumm und habe meinen durchschittlichen Durchschnitt wohl zurecht "verdient"....

Was für jede Menge Frust sorgt ist, dass ich genau weis, dass ich möglichst gute Noten brauche, nur es will bei aller Mühe einfach nichts besseres als 3.3 - 2.7 raus kommen. Meine einzige 1.0 hab ich ET 3 nach dem dritten Versuch, mit einem viel Aufwand über das betreffende Semester, zu stande gebracht. Dies entwertet in meinen Augen die "Leistung" jedoch erheblich und macht die 1.0 so gut wie wertlos...

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Re: Es ist zu weinen....

Beitrag von haffael » 05.07.2013 11:36

Simulationen helfen auf jeden Fall ganz gut - auch wenn nix dabei rauskommt hast du dich schonmal mit dem Programm beschäftigt und AKTIV an dem ganzen gearbeitet. Man googelt hin und her, irgendwo kann man das immer wieder brauchen und du vergisst es auch nicht weil es deine persönliche Erfahrung ist. Zumindest geht es mir so..

Zum eigentlichen Thema. Ich hab gemerkt dass mir zum schnellen Verstehen einer Schaltung einfach voll der Überblick und die Zusammenhänge fehlen. Da gibts immer so kleine Sachen die mir fehlen das ganze komplett zu kapieren, warum man das jetzt macht und manchmal sogar "was macht das überhaupt". Eigentlich hatte ich von meinem Studium (und mir) erwartet, dass ich nach drei Jahren dazu in der Lage bin.
Stattdessen musste ich mich durchs Schaltungstechnik Praktikum genauso durchkämpfen und hab manchmal auch keinen anderen Ausweg gesehen als in fremde Unterlagen zu schauen. Dabei bin ich wirklich nicht schlecht in dem Fach, hab analoge ST mit 1.7 und digitale mit 2.0 bestanden und interessiere mich auch echt dafür. Aber ich hatte nie den Eindruck, jetzt wirklich über Schaltungen bescheid zu wissen. Im Gespräch mit dem Betreuer hats dann meistens irgendwann klick gemacht. Aber beim nächsten mal wieder von vorne..
Eigentlich wundert mich das nicht, wie soll man denn in zwei oder nur einem Semester das (imho) wichtigste Gebiet "SCHALTUNGEN" beigebracht bekommen bzw. sich erarbeiten. Ich weiß noch dass analoge Schaltungstechnik mit das aufwändigste war das mit im Studium bisher untergekommen ist. Jetzt wurde Schaltungstechnik wieder für alle Studienrichtungen auf ein Semester zusammengekürzt. Da hilft auch ein gutes Praktikum nicht, wenn man damit vorher so wenig Umgang hatte dass man kaum eine andere Chance hat als sich irgenwdie durchzumogeln. check ich nicht. Ein Elektroingenieur der nicht über Schaltungen bescheid weiß, ist für mich ein Widerspruch. Oder hab ich da ein falsches Bild?
Über den Sinn/Unsinn von "Mikroelektronik" und Konsorten wurde ja schon viel diskutiert und es ist immernoch unverändert soweit ich weiß. Ob sich da jemand mal bei den Studenten umhört..? Oder sind die alle so mit ihrer Exzellenz beschäftigt dass es nicht weiter interessiert..
Kannste schon machen, ist halt scheiße.

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Scipio
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Re: Es ist zu weinen....

Beitrag von Scipio » 07.07.2013 20:33

Zunächst einmal, danke für eure Antworten!

Mittlerweile geht es mir wieder etwas besser und das letzte Praktikum ist glücklicher Weise nicht so schlecht gelaufen wie ich befürchtet habe.

Ich hatte schon befürchtet ich sei allein mit meinen Sorgen und der einzige der nach zwei Semester ST noch immer Schwierigkeiten mit ST habe. Irgendwie sollte man ja auch erwarten können, dass jemand der in ST unterrichtet wurde diese dann auch beherrscht aber offesichtlich ist dies nicht der Fall, leider....

Ich wünschte, ich wäre auch so erfolgreich wie mzldxf, haffael oder so manch anderen den ich kenne. Nur befürchte ich, dass mir dazu einfach die Fähigkeiten fehlen. Ich bin halt werden hoch begabt geschweige den ein Genie, mit meinem IQ von 128. Das bringt mich an machen Tagen der Verzweiflung nahe...

MfG Scipio

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Re: Es ist zu weinen....

Beitrag von Johnny Trash » 10.07.2013 17:25

Scipio hat geschrieben:Ich bin halt werden hoch begabt geschweige den ein Genie, mit meinem IQ von 128.
MfG Scipio
ist das dein ernst? ein iq von 130 gilt als schwelle zum genie.

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Re: Es ist zu weinen....

Beitrag von Scipio » 10.07.2013 21:57

@ Johnny Trash

Naja, wie du schon sagst ist 130 die Grenze und da liege ich genau 2 Punkte drunter... tja Pech.

Ausserdem, wenn man Leuten wie Hans Magnus Enzensberger glauben darf, soll das Ganze mit dem IQ ziehmlich lachhaft sein bzw. unsinnig.

MfG Scipio

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Re: Es ist zu weinen....

Beitrag von haffael » 10.07.2013 23:27

mir kommen zumindest die Methoden zur IQ-Bestimmung immer ziemlich blödsinnig vor..
wenn ich fragen darf, wie bist du denn zu deinem IQ gekommen? ;)
Kannste schon machen, ist halt scheiße.

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Scipio
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Re: Es ist zu weinen....

Beitrag von Scipio » 11.07.2013 07:44

@haffael:

Den Test habe ich bei einem Psychologen gemacht, also "offiziell" und nicht aus dem Internet.

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ThatGuy
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Re: Es ist zu weinen....

Beitrag von ThatGuy » 12.07.2013 12:55

Scipio hat geschrieben:[...] und sitze ich hier und quäle mich durch die VA's. Selbst unter Verwendung von Fremdaufzeichnungen (den Not sie zu nutzen empfinde ich als persönlich Niederlage bzw. Demütigung, weil ich es nicht selber gebacken bekomme) fällt es mir schwer da durch zu blicken
haffael hat geschrieben:Stattdessen musste ich mich durchs Schaltungstechnik Praktikum genauso durchkämpfen und hab manchmal auch keinen anderen Ausweg gesehen als in fremde Unterlagen zu schauen. Dabei bin ich wirklich nicht schlecht in dem Fach, hab analoge ST mit 1.7 und digitale mit 2.0 bestanden und interessiere mich auch echt dafür. Aber ich hatte nie den Eindruck, jetzt wirklich über Schaltungen bescheid zu wissen.
[...]
Eigentlich wundert mich das nicht, wie soll man denn in zwei oder nur einem Semester das (imho) wichtigste Gebiet "SCHALTUNGEN" beigebracht bekommen bzw. sich erarbeiten. Ich weiß noch dass analoge Schaltungstechnik mit das aufwändigste war das mit im Studium bisher untergekommen ist. Jetzt wurde Schaltungstechnik wieder für alle Studienrichtungen auf ein Semester zusammengekürzt. Da hilft auch ein gutes Praktikum nicht, wenn man damit vorher so wenig Umgang hatte dass man kaum eine andere Chance hat als sich irgenwdie durchzumogeln.
Kann mich haffaels Aussage nur anschließen. Schaltungstechnik ist zu vielfältig und komplex, um es in nur einem Semester abzuhandeln, wie es ja mittlerweile der Fall ist. Durch die Vorlesung und Übung wird einem nur sehr rudimentäres bzw. oberflächliches Wissen vermittelt, das einen meiner Meinung nach nicht ausreichend aus das Praktikum vorzubereiten vermag. Von daher und in Anbetracht des knappen Terminplans im ST-Praktikum (jede Woche ein Versuch mit umfangreicher Vorbereitung des Protokolls und Bearbeiten aller VAs) ist es wenig verwunderlich, wenn man sich der Aufzeichnungen von Kommilitonen bedient, um das zu schaffen. Tatsächlich frage ich mich, wer dafür ohne diese Hilfe auskommt.

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Re: Es ist zu weinen....

Beitrag von Scipio » 12.07.2013 21:29

@ ThatGuy:

Wahrscheinlich nur solche Leute, die sich auch privat viel mit Schaltungstechnik beschäftigen und natürlich die eher selten vorkommenden Überflieger.

Ich frage mich allerdings manchmal, wie man mit einem so einem Genie, also einem echten, umgehen soll?
Soll man sich vor diesen Einsteins² in den Staub werfen und sein Hirn abschalten, weil man ja mit diesen Leuten sowieso geistig nicht aufnehmen kann.

Ich weiß nicht, wie es euch geht aber ich fühle mich gegenüber solchen Leuten mit unter ziemlich hilflos...

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Re: Es ist zu weinen....

Beitrag von ThatGuy » 13.07.2013 16:20

Scipio hat geschrieben:Ich frage mich allerdings manchmal, wie man mit einem so einem Genie, also einem echten, umgehen soll? Soll man sich vor diesen Einsteins² in den Staub werfen und sein Hirn abschalten, weil man ja mit diesen Leuten sowieso geistig nicht aufnehmen kann.
Nein, zu meinen, man sei dann per se doof und nutzlos, wäre wohl recht töricht. Man sollte eher versuchen selbstbewusst genug zu sein und sich nicht entmutigen lassen, seinen eigenen Weg zu verfolgen. Klar gibt es hin und wieder Leute, die sehr aus der Menge hervorstechen und die vielleicht eigene Leistungen in den Schatten stellen. Das muss aber nicht heißen, dass man nicht selbst auch gute, innovative Ideen haben kann. Und warum sollte es nicht auch Inspiration oder Ansporn sein, wenn jemand besser ist?

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Re: Es ist zu weinen....

Beitrag von Scipio » 13.07.2013 18:32

ThatGuy hat geschrieben:
oder Ansporn sein, wenn jemand besser ist?[/quote]

Durchaus möglich, nur bei mir hat dies meist den gegenteiligen Effekt, leider.... Ich bin dann meist für zwei drei Tage wie ausgenockt, wenn ich erfahre das jemand besser ist als ich bzw. ich dies glaube.

Ich weiß, das hört sich ziemlich seltsam an aber ich kann diese Spirale die sich dann in Gang setzt nicht mehr stoppen.

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Re: Es ist zu weinen....

Beitrag von Avivo » 14.07.2013 14:28

Weil mir diese Diskussion echt zuwider ist: der Knock-Out fürs Leben:

Es gibt immer jemanden, der besser ist als du.

Scheinbar soll dieses ganze Gerede darauf abzielen, dass man in den Himmel gelobt wird, weil ein "offizielles" Ergebnis eines Psychologen es so aussagt.
Vielleicht bin ich auch zu doof und kann den wahren Hintergund nicht verstehen. :?

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Johnny Trash
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Re: Es ist zu weinen....

Beitrag von Johnny Trash » 14.07.2013 18:07

ich find die diskussion auch langsam ziemlich albern.

an mr. iq 128:

ich habe wohl einen niedrigeren iq als du, bin aber ohne große probleme durch schaltungstechnik durchgekommen und das auch noch als feinwerktechniker (also mit nur einem semester schaltungstechnik).

wenn du damit nicht klar kommst, dass jemand schlauer ist als du, dann wünsche ich dir noch viel glück im leben. du wirst überall jemanden haben der mehr draufhat als du, in der uni, in der arbeit, in deiner familie. wenn du damit nicht klar kommst nicht der schlauste im raum zu sein solltest du dir ernsthaft professionelle hilfe suchen.

weißt du was meine motivation war wenn es mal schwer wurde im studium? ich habe mir gesagt "das haben schon ganz andere (also dümmere) geschafft".

ich habe im praktikum st eine 2,3 bekommen und habe mindestens 10 iq punkte weniger als du.
das sollte für dich auch drin sein. wenn nicht dann liegt deine begabung wohl nicht im technischen bereich sondern vielleicht im sprachlichen. auch schön, aber in unserem studium leider zweitrangig.

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Re: Es ist zu weinen....

Beitrag von saschihase » 14.07.2013 18:51

Ich glaube diese ganze Problematik von wegen: "Ich muss besser sein als alle anderen" gewöhnt man sich beim Abitur an. Zumindest schien es mir damals so. Man macht leicht den Fehler sich selbst, oder jemand Anderen aufgrund der eigenen Schlauigkeit zu bewerten.
Und das ist echt die große Lektion des Studiums:
Es wird IMMER mindestens einen geben, der eine bestimmte Sache besser kann als du. Big Deal.
Da kann man dann bewundernd daneben stehen und in die Hände klatschen. Oder sich hinwerfen und Staub fressen. Oder vielleicht versuchen von der Person was zu lernen.
Die Leute kommen auch nicht mit denselben Vorerfahrungen zum Studium. Manche haben vl. seit sie 14 waren Radios auseinander und wieder zusammen gebastelt, oder eben schon ne Weile im Beruf gearbeitet.
Vielleicht sollte man sich auch eher auf des konzentrieren dass einem Spaß macht. Wäre schon sinnvoll, wenn du irgendwann im Hauptstudium deine Nische findest.

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Re: Es ist zu weinen....

Beitrag von Scipio » 16.07.2013 16:07

@ Avivo & Johnny Trash

Ich musste schon sehr stutzen, als ich eure Posts gelesen habe.

Zunächst zu Avivo:

Wie kommst du auf die Idee, dass ich "in den Himmel gelobt" werden will? Etwa nur deshalb, weil ich meine IQ angegeben habe? Er sollte belegen, dass ich wirklich kein Genie bin und ich werde mir diesen Stiefel auch nicht anziehen und behaupten ich wäre eines. Weder nach diesem fragwürdigen "Zahlenspiel" namens IQ (ich habe nicht umsonst auf jemanden wie Enzensberger verwiesen), geschweige denn nach meinen erbrachten Leistungen. Letztere Sollten das sogar sehr eindeutig belegen, ich stehe nur auf einem 3.er Schnitt.
Des wegen ist dein Satz: Es gibt immer jemanden, der besser ist als du.
auch kein "Knock-Out für's Leben", das musste ich schon sehr früh im Sportunterricht erfahren, denn ich bin mit einem Körperschaden geboren worden der meine körperliche Leistungsfähigkeit merklich einschränkt. Somit wurde mir schon früh deutlich, dass es Dinge gibt die andere Tun können (z.B.: eine Karriere als Sportler einschlagen) zu denen ich niemals fähig sein werde. Aber selbst wenn ich völlig gesund wäre, gäbe es ja trotzdem noch immer Leute die talentierter, stärker, intelligenter oder was auch immer sind als ich. Ich habe ja auch nie behauptet ich sei der intelligentest Mensch der Welt oder so etwas.

Nun zu Johnny Trash:

Zunächst einmal freut es mich für dich, das du eine 2.3 im Praktikum bekommen hast, ich habe es zumindest teilweise als ziemlich schwierig empfunden.

Das lag zu einen daran, das ich in Situationen wie einem Kolloquien immer ziemlich Panik entwickle, was dazu führt das ich entweder nicht den Schnabel auf bekomme oder auch falsche Antworten gebe, weil ich in dieser Stresssituation nicht mehr richtig denken kann ( irgendwie blockiert da mein Hirn), das hat viel Schaden angerichtet. Unsere Messungen, waren in aller Regel immer ziemlich gut, wenn wir üben konnten. In den zwei Fällen, wo das nicht der Fall war sind wir leider nicht fertig geworden bzw. habe einig Fehler eingebaut die eigentlich vermeidbar gewesen wären.
Deine Art dich zu motivieren ist eigentlich ganz gut, nur ich verfallen meisten, wenn es schwierig wird und was nicht klappt, darin mich selber zur Schnecke zu machen. Was natürlich (nüchtern betrachtet) ziemlich dumm und vor allem kontraproduktiv ist.
Das meine Talente außerhalb des technisch naturwissenschaftlichen Bereiches liegen bezweifle ich, da in Bereichen wie Kunst, Sprache und der gleiche meine Leistungen noch schlechter sind.

MfG Scipio

p.s.: Ich denke ThatGuy hat es schon gut auf den Punkt gebracht, was mir fehlt ist wohl ein Schuss Selbstvertrauen.

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Re: Es ist zu weinen....

Beitrag von moosman » 16.07.2013 17:43

Scipio hat geschrieben:Ich weiß, das hört sich ziemlich seltsam an aber ich kann diese Spirale die sich dann in Gang setzt nicht mehr stoppen.
Such dir professionelle Hilfe, das ist definitiv nicht normal!!

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Re: Es ist zu weinen....

Beitrag von Scipio » 17.07.2013 21:34

moosman hat geschrieben:
Scipio hat geschrieben:Ich weiß, das hört sich ziemlich seltsam an aber ich kann diese Spirale die sich dann in Gang setzt nicht mehr stoppen.
Such dir professionelle Hilfe, das ist definitiv nicht normal!!
Ich war schon einmal bei einem Psychologen deswegen, das ist aber ergebnislos versandet... leider. Glücklicherweise kommt das nicht in einer Tour über mich und dauert meist auch nicht allzu lange. Nur es ist eben, wie du richtig sagst nicht normal, ich kenne niemanden der so etwas hat...

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Re: Es ist zu weinen....

Beitrag von chriz » 17.07.2013 21:42

Leute kann man den Thread vll mal zu machen? Jedesmal schau ich bei "Hauptstudium" rein weil ich denke es gibt vll was relevantes für meine Prüfungen und dann isses wieder nur der Quatsch hier.

Schaltungstechnikpraktikum ist sehr aufwendig, schwierig und für etliche auch frustrierend. Können wir doch so festhalten...ist nicht schön aber muss ja auch nich immer alles einfach sein.

Und Scipios Seeleninnenleben muss doch nicht Gegenstand dieses Forums sein. Wenn du unglücklich bist such dir Hilfe, da gibts an der Uni ja zum Glück genug (kostenlose) Anlaufstationen. Wenn du damit klar kommst um so besser und noch ein Grund weniger das hier zu diskutieren.

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Re: Es ist zu weinen....

Beitrag von MrGroover » 17.07.2013 22:17

Habs mal in den Smalltalkbereich verschoben...

@Scipio: Wenn du nach dem ersten Mal schon wieder ins gleiche Muster verfällst, kann das mit dem Psychologen auch nix werden. Erwartest du, dass der zaubern kann? Abrakadabra, Hokus Pokus Fidibus und bist geheilt? Schon etwas naiv, so zu denken? Das wird Zeit dauern. Zeit, wie das Schaltungstechnikpraktikum... Also dran bleiben und nicht beim ersten Misserfolg aufgeben.

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