Software während Studium

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KevinG1987
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Software während Studium

Beitrag von KevinG1987 » 21.08.2012 13:40

Hi Leute.

Hätte da mal die Frage welche Software im Laufe des Studiums denn so auf dem Laptop landet? Was wird in der Regel so benutzt und wie schaut die Kompatibilität der Programme mit Windows 7 32bit und 64 bit aus?

Setze derzeit einen neuen Laptop fürs Studium auf und habe mir die letzten Tage diverse Versionen bei Dreamspark geladen und stehe nun vor der Frage welches Betriebssystem zu verwenden.
Wird denn hier und da noch XP in der VM benötigt oder reicht da der Kompatibilitätsmodus der Professional Version aus?

Danke schon mal im Voraus!
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Re: Software während Studium

Beitrag von Locutus » 22.08.2012 00:48

eigentlich alles: Linux. Diplom/Studienarbeit: Latex. und das läuft am besten unter Linux. Alle anderen Berichte: Latex. -> Linux. Und sonst: Programmieren geht sowieso nur unter Linux, alles andere funktioniert dafür nicht. Also einfach die richtige Linux-Version (ganz klar: Debian!) und alles läuft. Und: Finger weg von Windows, das hat nämlich keine guten Programme!

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Re: Software während Studium

Beitrag von Sehe » 22.08.2012 09:52

Dafür fährt das OS sauber hoch und zerlegt sich nicht nach jedem Kernelupdate in seine Einzelteile, damit man erstmal wieder paar Stunden dran schraubt bis alles wieder passt.

Ich weiß, was ich an Linux hab, ich weiß was ich an Windows hab und nutze beides, zum arbeiten zur Zeit ne Linux Vbox auf Windows Wirtssystem. Auch wenn jetzt wieder die Linux Fanatisten kommen: Es hat schon einen Grund wieso fast alle Betriebe Windows nutzen.

Programmieren geht übrigens auf allen Systemen gut, wieso sollte Linux da bevorteilt sein? Eclipse, Netbeans, Visual Studio läuft alles auf Windows. Und zwar (mindestens) genauso gut wie auf Linux.

Berichte mit Latex, da geh ich mit, aber das läuft auf jedem OS. Windows hat aber den Vorteil der wirklich guten Office Programme (ua. Visio!). OpenSource mag toll sein, ich stoße aber öfters an seine Grenzen.

Grüße

KevinG1987
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Re: Software während Studium

Beitrag von KevinG1987 » 22.08.2012 10:14

Ich muss sagen, ich bin mit Windows 7 voll zufrieden. Hatte bisher ein 32 bit Home Premium System laufen auf dem alten Laptop. Jetzt soll ein 32 bit oder 64 bit Professional drauf.
Habe auch Linux lange getestet.

Genutzt habe ich Visual Studio schon auf Windows XP und 7 und das lief ohne Probleme. und ich bin ein Office Fan. Ich komme mit Word, Excel, Powerpoint, Visio und Project jeweils 2007 bzw 2010 Version, einfach so gut klar (Besser als mit open office, beides lange getestet) das ich es nicht missen will. Meine Technikerabschlussarbeit habe ich in Word geschrieben und das lief trotz 400 Seiten länge sehr gut.
Gut, Latex habe ich bisher keinen Kontakt mit gehabt dazu kann ich daher natürlich noch nichts sagen, aber das wird dann wohl in der Uni jetzt kommen.

Also nur Linux kommt für mich nicht in Frage. Hauptsystem wird definitiv Windows. Werde Linux in ne Vbox hauen denke ich.
Wie sieht es mit Matlab 32bit, Simulink usw auf 32 bit und 64 bit aus? Habe mal gehört bei 64 gäbe es Probleme!?!?
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Re: Software während Studium

Beitrag von Locutus » 22.08.2012 11:19

Sehe hat geschrieben:Dafür fährt das OS sauber hoch und zerlegt sich nicht nach jedem Kernelupdate in seine Einzelteile, damit man erstmal wieder paar Stunden dran schraubt bis alles wieder passt.
Da musst du aber was falsch gemacht haben. Es hat auch schon seinen Grund, warum z.B. auf Servern so gut wie ausschliesslich Linux (meist Debian) läuft. Ich glaube, du wirst in der TU z.B. an kaum einer Stelle mal einen Server finden, wo kein Linux drauf ist!

Ich weiß, was ich an Linux hab, ich weiß was ich an Windows hab und nutze beides, zum arbeiten zur Zeit ne Linux Vbox auf Windows Wirtssystem. Auch wenn jetzt wieder die Linux Fanatisten kommen: Es hat schon einen Grund wieso fast alle Betriebe Windows nutzen.
Ja, der Grund ist ein ganz einfacher: Jedes Laptop, jeder FertigPC hat Windows schon ab Haus installiert. Die meisten würden, wenn die Rechner ab Haus mit nem Linux mit bunter Oberfläche kommen würden, den Unterschied gar nicht merken!

Programmieren geht übrigens auf allen Systemen gut, wieso sollte Linux da bevorteilt sein? Eclipse, Netbeans, Visual Studio läuft alles auf Windows. Und zwar (mindestens) genauso gut wie auf Linux.
Ja. Bis zu dem Zeitpunkt, wo du dann mal auf irgendwelche Peripherie des Rechners zugreifen willst und Windows dann auf die Idee kommt, zu mauern und auf Signierte Treiber zu bestehen. Spätestens dann wirst du Linux bevorzugen wollen, schon alleine, weil du da keine n€ für Zertifikate ausgeben musst!

Berichte mit Latex, da geh ich mit, aber das läuft auf jedem OS. Windows hat aber den Vorteil der wirklich guten Office Programme (ua. Visio!). OpenSource mag toll sein, ich stoße aber öfters an seine Grenzen.

Grüße
Windows hat vor allem den Vorteil, dass man so gut wie keine kostenlose Software dafür finden kann. Es ist zwar ne ganz tolle Sache, dass man alle möglichen Programme mit Cracks zum laufen bringen kann (und sich dadurch natürlich gleich mal ein paar Backdoors für die Crackschreiber einhandelt), aber unter Linux wäre das eben nicht nötig!

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Re: Software während Studium

Beitrag von Sehe » 22.08.2012 12:02

1. Server != PC/Notebook Das auf Servern Linux läuft liegt in den meisten Fällen einfach an der mächtigen Konfigurierbarkeit. Trotzdem erschließt sich mir nicht, was Server OS und Notebook OS gemeinsam haben. Zumindest ich habe unterschiedliche Anforderungen an beide.

2. Das Argument mit den Fertigpc zieht vllt auf den Consumermarkt ab, aber ich redete von Unternehmen. Und die haben bei ihren IT Lösungen sehr wohl die Wahl.

3. Ich nutze in erster Linie gute Software. Ob diese Software OpenSource ist, oder kostenpflichtig, ist mir gleich. Ich gebe für gute Software gern Geld aus (MS Office z.B.), Programmierer können auch nicht von Luft und Liebe leben.

Natürlich kann jeder das nutzen, was er mag, aber am Ende hab ich mit meiner OS Odysee gemerkt, dass es für mich bis auf eine Ausnahme keinen Unterschied macht, ob ich auf Linux oder Windows arbeite. Der einzige Unterschied ist, dass bei Linux allein durch die tägliche Nutzung bzw. Updates Sachen kaputtgehen (war bei mir bei Ubuntu z.B. öfters so). Bei Windows muss man da schon etwas gewalttätiger bzw. dümmer vorgehen. Außerdem führte das aktuelle Debian Build auf meinem Ivy Bridge immer zu willkürlichen Freezes.

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Re: Software während Studium

Beitrag von jcm » 22.08.2012 12:45

Immer diese elenden "Linux is geil - Windows is doof" ... "Selba" ... Diskussionen :roll:

Linux hat seine Vorzüge, aber Windows genauso. Mein nächstes Notebook hat definitiv auch nur Linux drauf, aber im Moment arbeite ich noch mit Windows 7 auf meinem Thinkpad und misse nichts von Linux. Auf Arbeit arbeite ich unter Linux und misse gelegentlich den ein oder anderen OPEN SOURCE Texteditor (den es nur für Windows gibt) ... aber es gibt ja auch hier Alternativen, für die man die Bequemlichkeit halt zurückstellt...

Zum Thema "auf jedem Rechner ist Windoof schon vorinstalliert... bla bla": Ja ja, das gute alte Streitthema :lol: Dann kauf ich mir halt einen ohne Windows :roll: Und man würde den Unterschied sehr wohl merken, ob da Linux oder Windows drauf ist, es sei denn man ist noch jungfreulich im Umgang mit einem PC oder man surft den ganzen Tag nur und tippt ab und an mal einen Text. Gut, bei dem Klicki-Bunti-Mist von Ubuntu ist der Unterschied mittlerweile auch nicht mehr so groß, aber das würde mir auch nicht ins Haus kommen.

Und wie oft greife ich denn auf die Peripherie des PCs zu beim Programmieren????? Programmierst Du Treiber? Dann natürlich ja... für alles andere (Port-Ansteuerung) habe ich bis jetzt noch NIE Probleme unter Windows gehabt... man muss nur wissen wie ;)
Locutus hat geschrieben: Windows hat vor allem den Vorteil, dass man so gut wie keine kostenlose Software dafür finden kann. Es ist zwar ne ganz tolle Sache, dass man alle möglichen Programme mit Cracks zum laufen bringen kann (und sich dadurch natürlich gleich mal ein paar Backdoors für die Crackschreiber einhandelt), aber unter Linux wäre das eben nicht nötig!
Super Vorlage :D : Du kennst aber schon den Begriff Open Source? Der ist nicht allein für Linux reserviert ;) Solche Aussagen können aber auch nur von einem Linux-Fanatiker kommen für den Microsaft der Teufel ist, oder? Das Argument ist schon so dermaßen veraltet. Dass die Linuxer das immer noch bringen :roll: Ich kann also davon ausgehen, dass Du noch nie nach Open Source Software für Windows gesucht hast und jetzt behauptest, es gibt so gut wie keine? OMFG

Gegenargument zu kostenloser Software: Dann zeig mir mal, wo ich Matlab, MathCad, Eagle oder Maple oder Cadence Virtuoso kostenlos runterladen kann... das sind für einen E-Techniker (speziell Schaltungsentwickler) und Studenten doch Standard-Tools, die auch in Firmen eingesetzt werden und die kosten auch Geld - auch für LINUX!!!! :roll:
Btw.: Visual Studio gibts auch als kostenlose Express-Version und an der Fakultät über MSDNAA auch komplett als Prof. Version for free!!!

Und nur so nebenbei: in allen großen Unternehmen, wo ich bisher gearbeitet habe, ist Windows und Office STANDARD - bei Rohde & Schwarz wird sogar derzeit auf W7 und Office 2010 umgestiegen ;)
Mit Linux (für den produktiven Einsatz) bin ich zum ersten Mal hier am Fraunhofer IIS in Kontakt gekommen, da es Cadence Virtuoso nunmal nicht für Windows gibt, ABER TROTZDEM EIN SCHWEINEGELD KOSTET :lol:

Hier ging es doch um die Frage, was er für sein Studium braucht:

Installier Windows 7 64 Bit und ggf. Linux parallel. Auf Windows 7 läuft alles, was Du für's Studium brauchst. Matlab läuft in beiden Varianten (32/64 Bit), allerdings sind kompilierte Programme (Matlab) nicht kombatibel mit der jeweils anderen Version!
Ich habe auch MS Office auf dem Rechner, mit dem ich schon meine 120 Seiten Studienarbeit geschrieben habe und alle haben mich gefragt, ob das Latex ist - NEIN, ich habe nur eine super Formatvorlage, die Latex in nichts nachsteht und auch 400 Seiten sind kein Problem mit Office 2003, wenn man weiss wie ;)

Linux und Latex nebenbei zu lernen kann nicht schaden - ich kann kein Latex, aber mir geht auch keine Lebensqualität verloren dadurch 8-) - ich werde auch umsteigen nach meiner DA (aber auf Arch).

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Re: Software während Studium

Beitrag von MrGroover » 22.08.2012 22:36

Wenn man weiß wie, kommt man auch mit nem Windows 3.11 aus, oder OS/2 (ach nee, die haben kein sed, sorry, muss man wieder wissen, wie man es hin bekommt). Bringt aber nix, wenn man es nicht weiß.

Die ganze Diskussion ist sowieso nicht zielführend. Wenn man nicht weiß, welche Vertiefung KevinG1987 wählen will, lässt sich auch nicht sagen, welche Software er benötigt. Ein Matlab braucht man nicht zwangsläufig, ist eher ein nice-to-have. Es sei denn, es geht in eine Vertiefungsrichtung, in der Matlab Standard ist. Genauso wenig braucht es ein LabView, es sei denn... Das lässt sich mit jeder Software so argumentieren, je nach Vertiefungsrichtung der Diskussionsteilnehmer. Die nächste Frage ist, ob man spezialisierte Software bei sich lokal installieren muss/kann/darf, oder ob man Zugriff auf die Server am Institut via VPN bekommt und dann nur eine Internetanbindung braucht. Dann reduziert sich die Frage nach der notwendigen Software sowieso schnell auf ein OS mit entsprechender Client-Anwendungen.

Da das ganze sich bei uns aber immer noch Uni schimpft, kommen die normalen Studenten im Studium bis zu Abschlussarbeiten aber im allgemeinen weniger in Kontakt mit spezieller Software. Meine Erfahrung zeigt, dass es relativ wenige Vorlesungen gibt, die speziell den Umgang mit einer Anwendung lehren als viel mehr die Grundlagen, die dann dahinter stecken. Mag sein, dass sich das mit den neuen Studien- und Prüfungsordnungen ändert, und die TUD immer mehr zu einer FH konvergiert, aber wer weiß das heute schon mit Sicherheit?
Diejenigen, die in Kontakt gekommen sind, haben sich als SHK verdient. Denen wurde aber ein Arbeitsplatzrechner mit der notwendigen Software zur Verfügung gestellt. Wahl des OS? Eher selten möglich.

Also, keine Platte machen, es auf sich zukommen lassen und wenn es soweit ist, ist der Rechner/das Notebook der/das jetzt im Einsatz ist, höchstwahrscheinlich nicht mehr aktuell...

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Re: Software während Studium

Beitrag von KevinG1987 » 23.08.2012 13:21

Diese Linux , Windows Diskussion ist hier eh unnötig weil es nicht zum Thema gehörte in dem Sinne. Darauf wollte ich auch überhaupt nicht hinaus. Linux kommt für mich als Hauptsystem nicht in Frage. In ner Vbox ok aber nicht als Haupt OS. Habe beide Systeme einige Zeit getestet und ich mag Linux als Haupt OS einfach nicht so sehr. Im Endeffekt muss es eh jeder für sich entscheiden.

Es wird definitiv Windows 7 werden und LaTeX, habe ich gestern bei nem bekannten getestet, läuft auch dort ohne Probleme bisher. Ich war nur mal neugierig welche Software so kommen könnte und welche Bitversion empfehlenswert wäre.
Bitversion wird jetzt wohl 64 da mein Laptop nen Speicher hat der groß genug ist.
Ich hoffe dann halt, dass alle Software auch in 64 Bit

Vertiefungsrichtung lässt sich ja jetzt noch nicht sagen da ich demnächst ja erst beginne aber Tendenz liegt derzeit bei Automatisierungstechnik da mein bisher ausgeübter Beruf auch in dieser Richtung liegt. Aber auch andere Richtungen klingen interessant, daher mal sehen....

Im übrigen findet man für so ziemlich jede Anwendung und Software unter Windows ein kostenloses Gegenstück. und das mittlerweile mit Leichtigkeit. Open Office gibt es ja auch für Windows, nur mal als Beispiel. Auch wenn ich es nicht besonders mag, von der UI her.
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Re: Software während Studium

Beitrag von Flexxi » 23.08.2012 13:52

Ich bin im 8.Semster, habe schon ein paar Praktika hinter mir und habe schon mit meinen Komilitonen darüber diskutiert. Und wir sind zu folgendem Schluss gekommen:
Wenn man an einer Uni oder wissenschaftlich Arbeiten will, ist Latex/Linux die bessere wahl, da die beiden dort mehr verbreitet sind.
Will man an in die Wirtschaft gehen ist Windows/Office besser, da es dort mehr verbreitet ist.
Außerdem muss/sollte man sich in das Programm seiner wahl gut einarbeiten. Und ich denke das man mit beiden Farianten gleich viel anstellen kann, man muss halt wissen wie.

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Re: Software während Studium

Beitrag von jcm » 23.08.2012 14:08

Also ich habe bisher noch keine Software gefunden (äh Moment, doch eine hab ich, aber gleich mehr...), die nicht unter Win7 64 Bit läuft. Alles was in/für 32 Bit programmiert ist, wird dann automatisch von Win 7 in dem Modus ausgeführt (zu erkennen am Sternchen hinter der Anwendung im Task-Manager).

Wenn Dein Notebook einen 64 Bit Prozi und vlt. sogar mehr als 3 GB RAM hat, dann sollte die Entscheidung eh klar sein - alles andere wäre Ressourcen-Vergeudung ;)

Ich hatte nur einmal Probleme mit der 16.X Version von PSpice (Cadence, vormals OrCad), da man diese zwingend im Kompatibilitätsmodus ausführen musste, sonst lief der Simulator nicht.... war mir aber dann eh zuuuu klicki-bunti und zu langsam die neue Oberfläche, daher bin ich jetzt bei ltspice - was im übrigen völlig kostenlos und eigentlich nur für Windows gemacht wurde - der Entwickler bei Linear Technology ist aber bemüht, dass es auch in Wine läuft ;)
Flexxi hat geschrieben:...
Wenn man an einer Uni oder wissenschaftlich Arbeiten will, ist Latex/Linux die bessere wahl, da die beiden dort mehr verbreitet sind.
Will man an in die Wirtschaft gehen ist Windows/Office besser, da es dort mehr verbreitet ist.
Außerdem muss/sollte man sich in das Programm seiner wahl gut einarbeiten. Und ich denke das man mit beiden Farianten gleich viel anstellen kann, man muss halt wissen wie.
Das stimmt so auch nicht ganz: An der Uni rennen viele "Wichtigtuer" rum, die der Meinung sind, Wissenschaft geht ohne Linux nicht - und Latex wird meist nur genutzt, weil es einem schon eine PDF erzeugen kann und natürlich kostenlos ist und die Uni keine Lizenzgebühren für irgendwas (Adobe/Office) abdrücken muss.
Jetzt der Gegenbeweis: Geh mal an irgendeinen Lehrstuhl und finde mir auf anhieb einen Rechner (der vom Prof. zählt nicht :P ), der nur mit Linux läuft - o.k. im Rechnerlabor von Prof. Schüffnys Lehrstuhl (TOE 140 oder so) is alles mit Linux - aber nur wegen Cadence (siehe oben) - selbst die Mitarbeiter im BAR benutzen Cadence unter Windows nur mit einer VM in der Linux läuft :lol:

Sowohl an den Unis, als auch in der Industrie wird anch Meiner Erfahrung (und ich hatte schon viele Jobs als SHK und Werkstudent) zumeist Windows eingesetzt - selbst die Gerätehersteller vieler Laborgeräte die an Unis rumstehen, programmieren deren Steuersoftware für Windows! Es mag Ausnahmen geben, aber ich würde auf keinen Fall pauschalisieren, dass an der Uni hauptsächlich Linux läuft... ausser vielleicht bei den Informatikern :geek:
Linux kommt hauptsächlich da zum Einsatz, wo es notwendig ist und mit Sicherheit nicht aus Bequemlichkeit und aufgrund der einfacheren Bedienbarkeit - wenn Du Linux an der Uni findest, dann ist es nämlich bestimmt nicht Ubuntu sondern eher sowas wie CentOS, OpenSuse oder gar Unix in Reinform.

Wissenschaftliches Arbeiten hängt übrigens nicht von der verwendeten Software und dem Betriebssystem hab ;)

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Re: Software während Studium

Beitrag von MrGroover » 23.08.2012 22:19

@jcm: Du solltest dich auch manchmal an den Herrn Nuhr halten... Mit Stand Juni 2012 laufen 462 der Top 500 Rechner mit einem Linux-System. Zumeist werden die Dinger für Wissenschaft oder militärische Zwecke verwendet, wobei in letzterem Falle auch Wissen geschaffen wird. Mit Windows laufen genau zwei Systeme. Das nicht die ganze Wissenschaft ausschließlich auf der Top 500 arbeitet, geschenkt.

Bei den Profs geht der Trend eher zum Apfel, dem System, mit dem auch Idioten klar kommen. Rückschlüsse darf jetzt jeder selber ziehen. Den Profs ists meist schnuppe, was läuft, laufen muss es. Und die reinen/hauptsächlich mit Linux verwendeten Rechner sind häufiger, als offensichtlich gedacht.

LaTeX weiß man auch erst richtig zu schätzen, wenn man das zugrunde liegende Konzept versteht. Bei Word sieht man sofort sein Ergebnis, bei TeX meistens nicht. Aber wenn man ein Dokument mit bspw. den Koma-Klassen setzt, dann braucht man sich um das äußere Erscheinungsbild keinen Kopf machen, den hat sich der Autor der Klassen bereits zur genüge gemacht. Und das Ergebnis überzeugt. Die wenigsten Word-Nutzer verwenden bspw. die Formatvorlagen konsequent - und behaupten dann noch von sich, sie könnten Word bedienen. :lol: Und wenn man mit LaTeX fit genug ist, dann fragt man sich, warum manche Dinge in Word und PowerPoint so sind, wie sie sind. Meist bleibt nur ein Kopfschütteln übrig. Aber jeder wählt sich sein eigenes Leid...
Wer mit LaTeX bisher keinen Kontakt hatte, der kann sich für den Kurs von Dr. Rudl einschreiben und bekommt die Grundlagen in zwei Tagen vermittelt.

Zum eigentlichen Thema: Wenn es denn ART wird, dann kommt man in den ersten zwei Studienjahren nur mit Matlab in Kontakt. Wie es danach ausschaut, können dir andere sagen... Für Matlab oder deren kostengünstigere Alternativen ist es egal, ob 32 oder 64 Bit, es gibt Versionen für beides, zumindest bei Matlab.

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