Verbesserung von thermoelektrischen Effekten in PbTe

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Stormbreaker
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Verbesserung von thermoelektrischen Effekten in PbTe

Beitrag von Stormbreaker » 27.07.2008 12:12

PbTe ist eine Legierung aus Blei und Tellur und trägt den Namen Altait. Die Effizienz von thermoelektrischen Energiewandlern wird nach dem thermoelektrischen Gütefaktor durch das Material begrenzt, dieser ist quadratisch vom Seebeck-Koeffizient abhängig. Indem man die Elektronenzustandsdichte mit einer gezielten Verunreinigung von Thallium in PbTe verunreinigt, erhöht man dessen Wert in p-PbTe auf mehr als 1,5@773K, was einer Verdopplung entspricht.

Bild


TE-Kühler verwenden keine Gase oder Flüssigkeiten zum Wärmetransport, sondern Elektronen, was diese leise und vibrationslos arbeiten lässt, außerdem sind diese ziemlich klein. TE-Generatoren wandeln ohne Umwege Temperaturgradienten und Hitze in elektrische Energie um, ohne dass man einen elektromechanischen Generator hierfür braucht.

Dies macht sie perfekt für die Umwandlung von Verlustwärme in elektrische Energie, um diese zurückzuführen und die Effizienz zu steigern. Man denke dabei zB an einen Motor, der zugleich gekühlt wird aber auch dessen Abwärme in die Autobatterie oder im Falle eines Elektroautos zurück in den Akku geführt werden kann, aber auch Solarzellen, welche durch Sonneneinstrahlung erwärmt werden und somit die Energieausbeute von solchen Pannels erhöhen können.

Das Interessante an dieser Entdeckung ist nun, dass der Gütefaktor der letzten 4 Dekaden immer um 1 herum lag!

http://www.sciencemag.org/cgi/content/full/321/5888/554
Einen Tag nachdem Bundespräsident Köhler in China war, wird zB der Bau einer Transrapidstrecke über 750km abgesagt. Dieses Jahr, vor wenigen Wochen ist das ThyssenKrupp-Siemens-Konsortium getrennte Wege gegangen. Dies kann und darf nicht sein und genau deshalb nehme ich ab jetzt das Ruder in die Hände!

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