Winkelhebel Konstruktion

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0815
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Winkelhebel Konstruktion

Beitrag von 0815 » 16.01.2006 23:51

servus...

hab heute mal ne runde mit herrn kupfer über unseren beleg gequatscht...

er meinte, es wäre gut, wenn man noch die flächenpressung im lagerbock berechnen würde und dessen wandstärke dann entsprechend der zulässigen flächenpressung für den werkstoff GGL dimensioniert...

klingt ja erstma ganz easy, aber ich hab nirgends eine zulässige pressung für ggl gefunden...
er meinte noch, ich solle da ma bissel rumgucken, da würde sich schon was finden...:(

in der zugehörigen din für gusseisen hab ich nix zur zulässigen flächenpressung gefunden...

oder berechnet sich der mist irgendwie aus anderen werkstoffkenngrößen?
hab auch keinen blassen aus welcher quelle er die 7 N/mm^2 für GGG her nimmt...

thx für eure hilfe
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zman
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Beitrag von zman » 17.01.2006 02:24

[quote]berechnet sich der mist irgendwie aus anderen werkstoffkenngrößen?[/quote]
Die zulässige Flächenpressung kannst du aus der Streckgrenze berechnen:

p = 0,8 * R(p0,2) (gerundet, für statische Belastung)

[quote]hab auch keinen blassen aus welcher quelle er die 7 N/mm^2 für GGG her nimmt...[/quote]
Ich denke, die 7 N/mm^2 sind hier speziell für dieses Bauteil als zulässige Flächenpressung gegeben, da sich aus der Formel ja auch für GGG ein anderer Wert für p ergibt. Ich bin einfach von der Annahme ausgegangen, dass für den Lagerbock die gleiche zulässige Flächenpressung gilt, wie für die Lager am Hebel.
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macoio
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Beitrag von macoio » 17.01.2006 08:51

davon bin ich auch ausgegangen aber das dürfte ja wegen GGL falsch sein

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Beitrag von christl.air » 17.01.2006 12:55

hallo,
ich weiß nicht genau, wie ich das mit dem standardbolzen verstehen soll.
suche ich mir da ein maß aus einer tabelle aus, dass zu meinem errechneten wert passt
oder bestimme ich das nennmaß und toleriere es entsprechend den tabellen in PA 1-4.

danke
- Editiert von christl.air am 17.01.2006, 14:26 -

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Beitrag von Simplimus » 17.01.2006 14:16

Zu dem Standartbolzen findest du hier etwas.
www.klatti.de.vu
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Beitrag von Runzelpunzel » 17.01.2006 21:19

eine wirklich hilfreiche antwort...

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Beitrag von macoio » 17.01.2006 21:28

du berechnest zuerst eine Mindestlänge für den Bolzen in abhängigkeit von deiner Lagerbreite. Anschließend wählst du einen passenden Bolzen aus folgender Tabelle
(Die gelbe Markierung hat nix zu sagen, den hab ich halt genommen (Gruppe 2-2). Danach musst du deine Lagerbreite erneut anpassen, da es den Bolzen ja nur in abgestuften Längen gibt und du sozusagen einen wählen musst der eigentlich zu lang ist.

Quentin
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Beitrag von Quentin » 17.01.2006 21:35

schöne Antwort, Danke
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Beitrag von macoio » 17.01.2006 22:13

[quote] Die zulässige Flächenpressung kannst du aus der Streckgrenze berechnen:
p = 0,8 * R(p0,2) (gerundet, für statische Belastung)
[/quote]
@Z-man: Woher hast du denn diese Formel? nicht zufällig verwechselt mit der Scherfestigkeit für zähe Metalle: \\tau_{aB}=0,8 \\cdot R_m???
Ich hab nämlich im Tabellenbuch stehen:
\\sigma _{d zul}=\\frac{4 \\cdot R_m}{\\nu}, das gilt allerdings nur für Gusseisen. Widerspricht sich also nich direkt mit deiner Formel aber ich würd gern wissen woher du sie hast.

Quentin
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Beitrag von Quentin » 17.01.2006 22:58

Für alle die die immernoch Probleme mit dem Aussehen des wunderschönen und praktischen Winkelhebels haben hier eine schöne Visualisierung als gif. Als special sind die Druckbelastungen gleich mal mit visualisiert.

@macoio darf man nach deinen Quellen fragen? Hab hier 3 unterschiedliche Bücher und ne Suchmaschine die aus dem letzten Loch pfeift, und trotzdem große Probleme passende Formeln und Werkstoffkennwerte zu finden
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Beitrag von 0815 » 17.01.2006 23:14

noch ma zu meiner frage...(ganz am anfang)

7 N/mm^2 kann ich ja nu nich nehmen, da ja irgendwie der unterschied zwischen GGG und minderwertigem GGL ersichtlich seien sollte...

man... ich klingel gleich den kupfer aus dem bett, wenn mir jetzt keiner erzählt, welche flächenpressung hier zulässig is:bounce2:
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Beitrag von Quentin » 17.01.2006 23:21

Also da wir ja alle Vertrauen in die Bücher haben kann ich dir nur zu dieser Formel \\sigma _{d zul}=\\frac{4 \\cdot R_m}{\\nu} die zugehörigen R_m Werte geben.

GGL-20 -> 200
GGL-30 -> 300
in N/mm²

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Beitrag von S!ian » 18.01.2006 00:42

Also bei mir steht in dem Tabellenbuch auf Seite GFB 5 in Tabelle 2 für zulässige Pressung: Grauguß 7N/mm^2 für wenig bewegte Bauteile .... meine optimistische Annahme ist nun das sowohl GGG als auch GGL Graugüße sind, das würde auch erklären wo die 7 N/mm^2 aus der Aufgabenstellung herkommen .... Gegenstimmen?

Quentin
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Beitrag von Quentin » 18.01.2006 01:11

Also nur GGL ist ein Grauguß (beim Bruch offenbart sich eine graue Färbung) aber da wir den Wert für GGG ja gegeben haben und der Wert wie du wirklich unbestreitbar richtig angegeben hast so im AH steht denk ich kann man den Wert getrost übernehmen und bei Nichtanerkennung der Werte bis aufs Messer streiten.


Ich denke das wär gelöst
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Beitrag von christl.air » 18.01.2006 09:48

Zustimmung!

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Beitrag von 0815 » 18.01.2006 10:26

juhu... s!ian... hab mir das dumme heft x mal angeguckt und jedes ma die seite überblättert...

thx an alle...
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macoio
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Beitrag von macoio » 18.01.2006 20:46

[quote]@macoio darf man nach deinen Quellen fragen? [/quote]
1. Tabellenbuch Metall, Europa Lehrmittel Verlag
2. Maschinenelemente, Decker, Hanse Verlag
3. Maschinenelemente-hefter meiner Freundin
4. unsere Hefte AH1-3 + Gestaltungslehre
5. Technische Mechanik für Ingenieure, Müller/Ferber, Fachbuchverlag Leipzig

stimmt das ist furchtbar, nirgends steht alles perfekt und übersichtlich. Ich werd am Wochenende vorm Testat auch nochmal alle Bücher/Hefter mit Notizzetteln vollpappen oder mir ein Inhaltsverzeichnis schreiben

Dance
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Beitrag von Dance » 29.01.2006 13:48

Festigkeitswerte für GGL: WS3 unten

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Beitrag von lusch3 » 30.01.2006 13:56

ws 3 unten steht nüscht zu ggl, oder meint \"Gusseisen mit Lamellengraphit\" GGL ?

tOSCh
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Beitrag von tOSCh » 30.01.2006 21:07

So Leute,

in der Hoffnung, dass ich hier nur qualifizierte Antworten bekomme stelle ich mal eine Frage zur Kontruktion dieses genialen Winkelhebels. Zu allererst mal eine kleine Skizze von dem Teil:

BILD gibt hier!

Ich habe da schon die markante Stelle, um die es in meinem Anliegen geht, hervorgehoben. Ist es nicht so, dass anb dieser Stelle die Möglichkeit, dass das ganze Teil bricht am höchsten ist? Und sollte man das dort dementsprechend verstärken? Oder gibts bessere Lösungen für das Design als die, welche mir grad vorschwebt?

Cyah, schubi

macoio
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Beitrag von macoio » 30.01.2006 21:39

Es stimmt dass es an der Stelle zuerst kaputt geht. Allerdings würde ich die T-profile mittig positionieren. Es wäre zwar geschickt die Träger an der Stelle zu verbreitern, aber is die Frage ob du dann noch damit rechnen kannst.

stego
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Beitrag von stego » 31.01.2006 00:56

Nur mal so \'ne Frage am Rande...
Muss es denn unbedingt ein T-Profil sein?
Ein Rechteck-Profil wäre doch viel einfacher zu berechnen(man könnte ja auch ein Doppel-T-Profil oder U-Profil nehmen) und es ist einfacher zum zeichnen...

ccu
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Beitrag von ccu » 31.01.2006 01:07

Solange du im Rahmen der Festigkeit bleibst kannst du machen was du willst. Auch Doppel-T-Träger oder sonst was....
Allerdings sollte es materialsparend sein. Soweit ich weiß ist dadurch ein Rechteck eher ungeeignet, weil es Material an der falschen Stelle hat. Der Werkstoff GGG ist nun mal auf Druck besser zu beanspruchen als auf Zug, also nimmst du an dem Ort, wo der Träger auf Druck beansprucht wird, Material weg usw.

tOSCh
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Beitrag von tOSCh » 31.01.2006 13:38

ja und wer gibts mir mal Hilfestellung bei meiner Frage? Ich kann mir einfach nich vorstellen, dass das Lager A zusammenhält.

Cyah

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S!ian
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Beitrag von S!ian » 31.01.2006 14:01

Ob dein Hebel hält oder nicht hast du bei deiner Rechnung für die Dimensionierung (\\sigma_{max} = \\frac{M_{max}}{W_{vorh}}, \\ mit \\ M_{max}\\ am\\ Lagerauge\\ A ) schon nachgewiesen, es sollte also kein Problem sein. Je weiter du deinen Betrachtungspunkt vom Lagerauge A entfernst, desto mehr ist dein Hebel unterbelastet bzw. überdimensiniert.

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