Karikaturen und Freundschaft

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Stormbreaker
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Karikaturen und Freundschaft

Beitrag von Stormbreaker » 10.02.2006 23:17

Hallo,

im Barkhausenbau war mal ein Ägypter für einige Wochen, der Ibrahim hieß und dort sein eigenes Büro besaß. Ich konnte ihn gut leiden und wir gingen auch in den Zoo, Schwimmbad, ... Er war echt superokay. Muslim... Ging mal eben so fürn paar Stunden in die Mosque.
Heute gings um die Karikaturen, und er meinte, dass alle stinkesauer seien. Irgendwann hat er mich dann gefragt, wie ich darüber denke, und ich meinte, dass ich mich nicht entscheiden könne, wegen ihm.
Welche Gründe ich mal dazu habe, seien dahingestellt. Jedenfalls hatte ich auch schon üble Dinge über deren Propheten gepostet, einfach weil ich generell von Religion wenig halte, um nicht zu sagen R. für großen Unsinn halte. Und dass man sich wegen eines Bildchens aufregt, konnte ich nun gar nicht verstehn, gibt es doch Schlimmeres auf der Welt als Bildchen wie zB Krankheiten, Seuchen, Hunger, Armut, Krieg, ...
Jedenfalls ist er direkt offline gegangen. Kurz vorher meinte er noch, dass ich mir keine Sorgen machen bräuchte, wir seien ja Freunde. Ich nehme mal schwer an, er hat mir jetzt die Freundschaft gekündigt, was mich wirklich traurig gemacht hat heute Abend. Wie zum Teufel soll ich eine Freundschaft zu einem Ägypter aufbauen, bzw. zu einem Muslim, mit meinen Überzeugungen?
Ich meine, wenn ich den Menschen doch mag - nicht nur Ibrahim, ich denke da an Djihan zB - warum lässt man dann so einen Scheißdreck zwischen sich geraten? Kann ich nicht meine Meinung haben, und der andere Mensch seine Meinung?
Einen Tag nachdem Bundespräsident Köhler in China war, wird zB der Bau einer Transrapidstrecke über 750km abgesagt. Dieses Jahr, vor wenigen Wochen ist das ThyssenKrupp-Siemens-Konsortium getrennte Wege gegangen. Dies kann und darf nicht sein und genau deshalb nehme ich ab jetzt das Ruder in die Hände!

klobs
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Karikaturen und Freundschaft

Beitrag von klobs » 11.02.2006 02:30

Hi.

Diese ganze Bilder-Geschichte stinkt natürlich bis zum Himmel, meine nicht nur ich, sondern auch viele andere (1,2).


[quote] Wie zum Teufel soll ich eine Freundschaft zu einem Ägypter aufbauen, bzw. zu einem Muslim, mit meinen Überzeugungen? [/quote]

Hier darfst Du nicht verallgemeinern! Du schmeißt mehrerlei Dinge in einen Topf, die nicht zusammen gehören. Ägypter != Muslim != Ibrahim != Djihan

Alleine das hilft schon sehr eine Freundschaft aufzubauen. Sie quasi als etwas besonderes anzusehen.

[quote]warum lässt man dann so einen Scheißdreck zwischen sich geraten? Kann ich nicht meine Meinung haben, und der andere Mensch seine Meinung?
[/quote]

Das geht vielleicht in unserer Kultur, nicht jedoch in anderen Kulturen. Und selbst hier geht es nur bedingt. Ein änliches Thema ist doch die Wikipedia-Tron Geschichte (3). Oder die Diskussion über die Signature in diesem Forum. Für einige wird einfach eine Grenze überschritten, die nicht zu überschreiten ist. Und dann wird halt zensiert, verklagt, bzw. randaliert.
Religion ist halt in vielen Ländern der Welt ein heikles Thema, vorallen in den nahezu theokratisch geführten Ländern.
Und zwischen Meinung haben und Meinung äußern ist auch noch ein himmelweiter Unterschied.

Auch ich bin dafür, seine Meinung frei äußern zu können. Jedoch sollte man einige Punkte beachten:
- Sei Dir im klaren, was Dein Gegenüber für Informationen aus dem von Dir gesagten zieht. Du könntest anderen vor den Kopf stoßen, oder sie verletzen.
- Sei auf das Echo gefasst.
- Was Du nicht willst, dass man dir tu\', das füge keinem anderen zu.

Die 3. Regel wurde von der dänischen Zeitung gut misachtet, aus änlichem Grund, der jetzt Auslöser ist. (4) Auch in USA würde ich aufgrund des Intelligent Design keine falschen Christenwitze machen. (5.)

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass gerade im Kontakt mit anderen Kulturen sehr viel Behutsamkeit gefragt ist, zumal unsere Deutsche Kultur als sehr direkt (\"brutal direkt\") gilt (was sie auch ist).

Just my 0.02¤

1: http://www.spreeblick.com/2006/02/08/me ... furs-hirn/
2: http://frank.geekheim.de/?p=153
3: http://www.heise.de/newsticker/meldung/69410
4: http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 18,00.html
5: http://www.theinquirer.net/?article=29502
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Beitrag von 0815 » 11.02.2006 11:29

ich hab noch keinen christen gesehen (bzw. von noch keinem christen gehört), der wegen einem schlechten \"jesus-witz\" in ein anderes gotteshaus stürmt, randaliert, andere leute verletzt, botschaften in brand setzt, nationalflaggen verbrennt und mordparolen auf der straße verkündet...

ich persönlich hab die karikaturen bis jetzt noch nicht zu sehen bekommen und kann mir auch nicht vorstellen, dass die meisten muslime, die jetzt wutentbrannt auf den straßen demonstrieren diese gesehen haben.

ich empfinde das alles als hochsterilisiert, initiiert, und systematisch organisiert, um stimmung gegen die westliche welt zu machen und gegebenenfalls von anderen problemen abzulenken.

@ klobs:

ich denke nicht, dass das echo auf karikaturen gewalt sein sollte...
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Beitrag von ccu » 11.02.2006 12:21

Stormbreaker, du solltest vielleicht erstmal prüfen, ob er dir wirklich die Freundschaft gekündigt hat. Außerdem hängt das doch sicher davon ab, was du so für \"üble Dinge\" über den Propheten gepostet hast.
Gewöhnt euch mal daran, dass es Menschen gibt, für die der Glaube an Gott einfach das höchste ist. Die müssen nicht gleich radikal sein. Gemäßigte gläubige Menschen haben einfach ein Weg für sich gefunden mit sich und der Welt in Einklang zu leben. Das ist einfach deren Lebensphilosophie, andere Leute machen halt Joga. Und ich finde, nur weil diese Lebensweise hier nicht so üblich ist und es immer mehr zu einem Tabuthema wird, über das keiner mehr reden will, haben wir nicht das Recht Lebensweisen anderer Menschen mit solchen Karikaturen in den Dreck zu ziehen.
Stell dir mal vor ich veröffentliche hier Bilder in großen Zeitungen, in denen Jesus als Mörder dargestellt ist. Ich glaube nicht, dass das den Christen im Land gefallen würde.
So, stellen wir uns jetzt mal vor, dass mir das Thema Religion sehr am Herzen liegt und ich mein Leben danach ausgerichtet hab und mein Kumpel weiß das. Jetzt beginnt mein Kumpel dieses Thema ordentlich in den Dreck zu ziehen, lässt mich wissen, dass er von meiner Lebensweise nicht das geringste hält und mir einfach gerade heraus sagt, wie bekloppt man sein muss, um sich nach einer Religion zu richten. Wie würde ich wohl reagieren? Ich denke, ich würde mich beleidigt fühlen, weil er dadurch WIE er über die Religion urteilt, über mich urteilt. (Natürlich würde ich ihm nicht gleich eine reinhauen wollen, dann wäre ich nicht besser, als Leute auf der Straße, die unschuldige Europäer gefangen nehmen.)

Ganz anders wäre es doch, wenn man sachlich drüber spricht. Wenn mein Kumpel mir darlegen würde, warum er nichts davon hält, allerdings ohne meine Werte lächerlich zu machen und ich ihm meine Lebensweise auch näher bringen kann. Ich darf als gläubiger Mensch nur nicht den Fehler machen, den anderen auf Grund seines Unverständisses meiner Werte zu verachten. Andererseits darf er nicht den Fehler machen das, was mir heilig ist, lächerlich zu machen, sondern kann es gerne in Frage stellen. So kann man vielleicht gegenseitiges Verständnis ausbauen, ohne nun von seinem Standpunkt abweichen zu müssen.
Nur, wer spricht schon gerne über Religion, wenn es für ihn selbst nicht in Frage kommt? Das erfordert viel Fingerspitzengefühl und vor allem Wissen über das, worüber man spricht!!

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Beitrag von 0815 » 11.02.2006 13:11

[quote]
Das ist einfach deren Lebensphilosophie, andere Leute machen halt Joga. Und ich finde, nur weil diese Lebensweise hier nicht so üblich ist und es immer mehr zu einem Tabuthema wird, über das keiner mehr Reden will, haben wir nicht das Recht Lebensweisen anderer Menschen mit solchen Karikaturen in den Dreck zu ziehen.
[/quote]

da hast du vollkommen recht...

jedoch wird unsere lebensweise (im allgemeinen christlich geprägt) ja widerum von anderen religionen auch in frage gestellt, wobei dann über unsere werte und ansichenten auch nicht gerade zimperlich und respektvoll gesprochen wird.
nur krieg ich nich gleich nen raster wenn jemand \"jesus beleidigt\"...
wobei religion im laufe der geschichte schon viel zu oft als vorwand für krieg und gewalt hinhalten musste.

ich hab durchaus verständins, wenn sich muslime über beleidigende karikaturen aufregen...
ich hab kein verständnis für muslime, die darauf mit gewalt antworten und unschuldigen schaden zuführen...

denn dänemark != norwegen != deutschland != christenheit

nach dem 11. sep. und anderen einschlägigen ereignissen in der vergangenheit hat niemand den islam beleidigt oder dafür verantwortlich gemacht...

nach nem doofen bild in einer dänischen zeitung die kein mensch kennt, wird die christenheit (bzw. die westliche welt) als islam-feindlich und religionsverachtend hingestellt... toll... danke
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Beitrag von Dommas » 11.02.2006 13:25

Moslems sind meiner Meinung nach zu Recht empört über die Karikaturen, zumal sie nur abgedruckt wurden um zu provozieren. Das damit die Pressefreiheit verteidigt werden soll is doch nur nachträglich als Rechtfertigung gesagt worden.


[quote]nur krieg ich nich gleich nen raster wenn jemand \"jesus beleidigt\"...[/quote]

Die meisten Muslime auch nicht. Nur werden Mnderheiten immer wieder von religiösen Fanatikern, wie dem iranischen Präsidenten z.B., dazu angestachelt. Weil diese Regime immer damit rechnen müssen, dass sich aufgestaute Wut wegen sozialer Missstände gegen die Führer dieser Länder richten würde. Da kommt ihnen solche \"Auslöser\" gerade recht, weil dadurch doch von den wircklichen Problemem in diesen Ländern abgelenkt wird.

@Stormbreaker:
Wenn dir die Freundschaft soviel bedeuted, solltest du dich bei ihm entschuldigen. Natürlich kannst du deine Meinung haben. Und dein Freund auch. Nur wenn ihr beide auf keinen gemeinsamen Ast kommt, solltet ihr beide das einsehen und nicht mehr auf dem Thema rum reiten. Das führt zu nix außer Streit.
- Editiert von Dommas am 11.02.2006, 13:33 -

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Beitrag von Simplimus » 11.02.2006 13:41

Hier mal ein Text, der GENAU meine Meinung wiederspiegelt. Außerdem habe ich vernommen, dass Imame zugegeben haben sollen, den Karikaturen noch 3 weitere, wesentlich schlimmere (wirklich entwürdigende) Karikaturen hinzugefügt und rumgezeigt zu haben.

LINK
- Editiert von Simplimus am 11.02.2006, 13:47 -
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Beitrag von 0815 » 11.02.2006 14:11

@ simplimus

so seh ich das auch...
extra noch öl ins feuer gießen in der hoffnung, dass der rauch die anstehenden probleme im dunklen nichts verschwinden lässt.

und gemeinschaftlicher hass auf einen vermeindlichen feind schweißt zusammen und stärkt die position der machthaber...
womit wieder die religion als vorwand für verborgene machtinteressen herhalten muss.

und wie man an strombreaker sehen kann, funktioniert die methode des keiltreibens in bester manier...
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Beitrag von Simplimus » 11.02.2006 14:20

Ich bin der Meinung, dass die Imame durch den Kontakt von Muslimen und den dadurch entstehenden Aufbruch der streng religiösen Ordnung ihre Felle davon schwimmen sehen und nun versuchen, durch einen Streit die Islamische Welt auf den gemeinsamen Feind einzuschwören, um den Machtverlust zu verhindern. Es geht nur um Macht, nix anderes.
Hier nochmal ein interessanter Artikel zu dem Thema Gewalt im Islam.
Link
Interessant ist, dass es kein allgemeines Tötungsverbot gibt und Gewalt gegen Andersgläubige explizit befürwortet wird.

Außerdem:
Jemand, der aufrichtig glaubt, sollte es ihm nicht egal sein, was andere über seinen Glauben denken?
Man erkennt schon daraus, dass es eben nicht egal ist, dass der Islam wie jede andere Religion auch, das Expansionsgebot gleich impliziert hat. Wie sonst kann sich eine Religion ausbreiten, wenn man den Gläubigen nicht eintrichtert, sie sollen sie verbreiten. Im Islam auch ganz gezielt mit Gewalt.
- Editiert von Simplimus am 11.02.2006, 14:25 -

Noch ein Zusatz, ein Auszug aus dem Artikel:
Der Wahn ist Ausdruck der Angst vor dem, was in der Realität eigentlich gar nicht beängstigend ist.

Diejenigen, die sich derart empören, fürchten sich vor sich selbst, da sie nicht mehr fähig sind, ihren Glauben angesichts des Unglaubens zu prüfen. Sie sind nicht in der Lage, ihre Überzeugungen der Prüfung durch die Moderne auszusetzen, und deshalb flüchten sie sich in Hilferufe und spielen die Rolle des Opfers, um sich selbst von ihren unterdrückten Zweifeln zu befreien.

Etwas wird vergessen in den Schriften derer, die schreiend predigen: \"Rettet den Islam\", darunter einer, der die Gelegenheit ergriff und schrie: \"Und rettet den Schleier\", weil er glaubt, die Verschleierung sei die oberste islamische Pflicht.

Geflissentlich zu vergessen pflegt man bei den Soldaten der arabischen Inquisitionsgerichte, die sich selbst zu den Intellektuellen und Publizisten zählen, die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, insbesondere Artikel 19, den wir mit belegter Stimme verlesen: \"Jeder Mensch hat das Recht auf freie Meinungsäußerung; dieses Recht umfasst die Freiheit, Meinungen unangefochten anzuhängen und Informationen und Ideen mit allen Verständigungsmitteln ohne Rücksicht auf Grenzen zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten.\"
- Editiert von Simplimus am 11.02.2006, 14:33 -
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Beitrag von 0815 » 11.02.2006 14:39

sehr interessant...
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Beitrag von ccu » 11.02.2006 15:16

[quote]Wie sonst kann sich eine Religion ausbreiten, wenn man den Gläubigen nicht eintrichtert, sie sollen sie verbreiten. Im Islam auch ganz gezielt mit Gewalt.[/quote]

Simplimus, das ist totaler Schwachsinn. Der Islam soll nicht durch Gewalt verbreitet werden, denn er ist eine friedliche Religion. Ich habe deine genannten Texte gelesen und die Suren nachgelesen, die angeblich darauf hindeuten, dass die Gewalt gegen Ungläubige befürwortet wird. Es wird dort von Gewalt gegen Ungläubige geredet, das ist richtig, allerdings NUR und wirklich NUR im sogenannten Verteidigungskrieg. Denn, was da so schön verschwiegen wird, weil der Text ja ungedingt zeigen will, wie gewaltverherrlichend der Islam ist, im Qur\'an(Koran) steht auch, dass sobald man einen Menschen tötet, es gleichbedeutend ist, als hätte man die gesamte Menschheit getötet. Mord ist also eine Sünde, die einem auch nie wieder vergeben wird, im Gegensatz zu anderen, die man im Laufe seines Lebens begangen hat.

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Beitrag von klobs » 11.02.2006 15:29

Das diese Geschichte stinkt ist ja wohl klar, zumal die Bilder in Ägypten selbst schon einmal in 10/2005 veröffentlicht wurden (1). (Obwohl es was anderes ist sich selbst zu verarschen, als von anderen verarscht zu werden)

Doch noch ein paar Gedanken meinerseits:
- Der Islam ist ca. 600 - 700 Jahre jünger als das Christentum (2,3). Denkt mal in der christlichen Kultur ca. 700 Jahre zurück, was haben wir da? Kreuzzüge. Genau der gleiche Scheiß.

- Auch die guten Christen haben heute noch ihre Gewaltproblemchen. Auch mit toten. (4)

- Man kann nicht einerseits sagen \"jedem das seine\", und den anderen nicht das Ihrige lassen. Wir können denen doch nicht mit aller Gewalt unsere Denkenart aufzwängen.

1: http://egyptiansandmonkey.blogspot.com/ ... egypt.html
2: http://de.wikipedia.org/wiki/Islam
3: http://de.wikipedia.org/wiki/Christentum
4: http://de.wikipedia.org/wiki/Nordirland-Konflikt
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Beitrag von Simplimus » 11.02.2006 15:30

aha, interessant.....Nu möcht ich das mal selbst nachlesen, geht das irgendwo?
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Beitrag von klobs » 11.02.2006 15:41

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Beitrag von fabian » 11.02.2006 15:56

[quote]- Auch die guten Christen haben heute noch ihre Gewaltproblemchen. Auch mit toten. (4)http://de.wikipedia.org/wiki/Nordirland-Konflikt [/quote]
Naja, in wiefern der Nordirland-Konflikt ein religioeser ist, sei mal dahingestellt...
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Beitrag von klobs » 11.02.2006 17:17

Es sind wohl keine religiösen Ursachen, jedoch spielen die Konfessionen keine unerhebliche Rolle!
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Beitrag von ToWag » 11.02.2006 19:06

Der größte Hammer für die Religionen im Allgemeinen wird in den nächsten 10 bis 20 Jahren sicherlich noch kommen, weil die wissenschaftlichen Untersuchungen der Vorgänge und Funktionsweisen des Gehirns immer mehr auf den Schluss hindeuten, das es im Prinzip nichts weiter als eine Maschine ist und nichts auf die Anwesenheit einer Seele hindeutet.
Wenn wir nichts weiter als (hochkomplexe) Maschinen sind, warum sollte es dann einen Gott geben?

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Beitrag von klobs » 11.02.2006 19:10

Wieso sollte es denn gerade keinen Gott geben?
Schlechtes Argument, finde ich.
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Beitrag von 0815 » 11.02.2006 19:16

und wer hat die maschinen gebaut?
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Beitrag von MartinZippel » 11.02.2006 19:19

[quote]und wer hat die maschinen gebaut?[/quote]

Das kann ich dir nicht sagen, aber eins weiß ich: Dre Ullrich, oder sein Sohn waren auf jeden Fall daran beteiligt:) Und es war ganz sicher hier irgendwo in Dresden, keine 20m vom Schönfeldt-Hörsaal!
:madhop:

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Beitrag von 0815 » 11.02.2006 19:23

lol, da geh ich mit... nur denk ich, dass es doch eher in der nähe des hülse baus gewesen is (!)
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Beitrag von MrGroover » 11.02.2006 19:59

[quote]Wieso sollte es denn gerade keinen Gott geben?[/quote]
Diese Diskussion braucht man eigentlich nicht zu führen. Es ist nun mal klar, dass sich die Menschheit entwickelt hat und die Wissenschaft zählt eindeutig zu diesen Entwicklungen. Da es eine Zeit gab, in der die Menschheit noch nicht so weit war, verschiedene Dinge zu begreifen lag es nahe, eine personenähnliche Erscheinung oder mehrere (denkt mal ans alte Rom, Griechenland oder Ägypten, da glaubte man an mehrere Götter und nicht nur einen, ist das jetzt falsch(?)) dafür verantwortlich zu machen, bestimmt auch bedingt durch den eigenen Umgang mit Haustieren (als ein naheliegender Fakt).
Die Wissenschaft hat das Problem, heute zwar weniger als vor einigen Jahrhunderten, die Wahrheit zu begründen und beweisen und nicht einfach eine Lüge als solche zu entlarven. Nur weil etwas schon immer geglaubt wurde, oder auch von vielen, heißt es nicht, dass es auch richtig ist (Erde als Mittelpunkt des Universums).

[quote]Wieso sollte es denn gerade keinen Gott geben?[/quote]
Wer gibt uns eigentlich das Recht zu glauben, bzw. kann es als richtig erweisen, dass es nur einen Gott gibt? Aus welchem Grund ist man damals zu Religionen mit einem Gott übergegangen? Gab es Beweise dafür, dass es nur einen Gott geben kann oder etwa einen Beweis, dass es nicht mehrere geben kann?

Es ist generell sehr vermessen, von welcher Religion auch immer, Menschen, die in irgendeiner Art andersgläubig sind, auf \'Teufel komm raus\' davon überzeugen zu müssen, dass die eigene Religion die richtige sei. Vor 65 Jahren wurde hierzulande das gleiche gemacht, Andersgläubige wurden nicht geduldet, wo es endete ist wohl hinreichend bekannt und es gibt nicht viele, die es nachher nicht als Fehler ansehen...

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Beitrag von klobs » 11.02.2006 22:22

Um das Thema eindeutig und allemal abzuhaken:
Eigentlich wissen wir es doch alle: Es gibt eigentlich nur einen wahren Gott und das ist das fliegende Spaghettimonster (1).

Scherz bei Seite. Auf die Frage nach Gott und was das alles so auf sich hat mit Religion und Glaube und so, werden wir vermutlich in diesem Forum keine entgültige Antwort finden. Außer \"MartinZippel\" und \"Automatik\" verheimlichen uns hier etwas.

1) http://www.venganza.org/
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Karikaturen und Freundschaft

Beitrag von Frankynstone » 11.02.2006 22:46

Über die Karikaturen:

die waren ursprünglich Teil eines Bilderbuches über den Islam, damit Kinder diese Religion besser und schneller verstehen lernen. Es handelt sich daher nicht um Karikaturen, da sie die Religion und den Propheten nicht angreifen sollten. Der Konflikt ist insgesamt ein, durch Meinungsmache der Regierungen und einiger Hassprediger, herbeigeführtes Missverständnis.

Über die Religion:

Im Koran steht, dass man Andersdenkende und Andersgläubige akzeptieren muss. Nur ist der Koran nicht in einer verständlichen Sprache geschrieben. Keiner von denen, die zur Zeit randalieren, hat seine eigene Religion verstanden, die die Menschen zu einem friedlichen Miteinander mahnt. Übrigens schreibt der Koran auch kein Kopftuch vor.

Meine Gedanken:

Soll jeder glauben, an was er will. Ich kann das problemlos akzeptieren, so lange der Glaube kein Streitobjekt wird und zu gewalttätigen Ausschreitungen oder Menschenschändung führt.
Wer Tippfehler findet, darf sie behalten.

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