Handy-Akku wiederbeleben (NiMH)

Löten, Basteln, Tippen, Schrauben.
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Polygon
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Handy-Akku wiederbeleben (NiMH)

Beitrag von Polygon » 19.07.2006 23:49

Mein Handy ist kürzlich kaputt gegangen und ein Freund hat mir sein altes Nokia 3310 gegeben. Das Problem ist, dass der Akku 2 Jahre im Gerät verblieben ist und dementsprechend ziemlich fertig. Beim Anstecken des Ladegeräts ist nur ein leiser Brummton zu hören und das Multimeter zeigt noch 0,05V Spannung an. Es handelt sich dabei um einen NiMH-Akku (Typ BMC-3, 3.6V). Ist hier noch irgendwas zu retten, wenn ja, was könnte man tun? Müsste auch nur für ein paar Tage halten, bis der Ersatzakku eingetroffen ist (die gibt\'s ja zum Glück schon ab 1¤). Sollte möglichst nix sein, wo ein Risiko besteht, dass der Akku ausläuft, in Brand gerät oder Ähnliches, die Sauerei wäre es mir dann doch nicht wert. Laborstromversorgungsgerät ist vorhanden. Bin für alle Anregungen dankbar, auch wenn\'s nur ein \"lass es lieber\" ist ;-)

Incubate
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Handy-Akku wiederbeleben (NiMH)

Beitrag von Incubate » 20.07.2006 06:34

Also man kann die Lebensdauer und Leistungen von Akkus erhöhen, indem man sie in Tüten wickelt damit keine Feuchtigkeit eindringt und danach für 24h ins Tiefkühlfach legen.
Ist keine witz...so machen es die prof. Firmen.

FlyingMatze
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Handy-Akku wiederbeleben (NiMH)

Beitrag von FlyingMatze » 20.07.2006 07:26

Lass das Handy mal am Ladegerät hängen. Das 3310 beginnt das Laden bei tiefentladenen Akkus mit einem Precharging Crircuit. (Oder so ähnlich). Das heißt es ist noch zu wenig Spannung da um den Akku über die MCU gesteuert zu laden, also wird ersteinmal über einen Widerstand oder ähnliches mit wenig Strom geladen. Nach spätestens ein paar Stunden müssten dann aber die Ladebalken auf dem Display erscheinen und das Handy müsste sich anschalten lassen weil jetzt die MCU das komtrollierte Laden übernommen hat.

Oder wie es Nokia sagen würde:
When a charger is connected, the CHAPS is supplying a startup current minimum of 130mAh to the phone. The startup current provides initial charging to a phone with an empty battery. Startup ciruit charges the battery until th battery voltage level reaches 3.0V (+/-0.1V) and the CCONT releases the PURX reset signal and program execution starts. Charging mode is changed from startup charging to PWM charging that ist controlled by the MCU software.

When das nicht klappt sieht es schlecht aus.

Polygon
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Handy-Akku wiederbeleben (NiMH)

Beitrag von Polygon » 21.07.2006 10:10

Hatte den Akku jetzt 8 Stunden am Ladegerät und er bringt es auf 1,3V. Ich lasse es jetzt bleiben, bis der voll ist, ist der Ersatzakku auch eingetroffen. Dennoch danke für die Ideen.

Frankynstone
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Handy-Akku wiederbeleben (NiMH)

Beitrag von Frankynstone » 21.07.2006 12:35

Akku einfach bei 500mA an ein Labornetzteil packen, zwei Stunden vielleicht, immer mal fühlen, darf nur handwarm werden.
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FlyingMatze
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Handy-Akku wiederbeleben (NiMH)

Beitrag von FlyingMatze » 21.07.2006 13:31

Ich vermute mal da werden 2 Zellen defekt sein. D.h. eine Zelle ist jetzt fast voll(hat also 1,3V) und die anderen 2 sind kurzgeschlossen. Fazit: Schrott
Kannst dir ja auch 3 Microzellen mit Tesa ans Handy hinten dranhängen ;) so hab ich es gemacht bis mein Akku da war.

Frankynstone
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Beitrag von Frankynstone » 21.07.2006 13:49

Manchmal kann man auch so ein Akkupack aufschneiden und die enthaltenen Mikrozellen gegen eigene austauschen. Meine Empfehlung: NiCd, so lange es sie noch gibt.
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Polygon
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Beitrag von Polygon » 21.07.2006 20:06

Wüsste nichtmal wo ich entsprechende Mikrozellen herbekommen sollte. Und bei Akkupreisen von 1-2¤ wäre mir auch der Aufwand zu hoch da rumzubasteln und mir u.U. noch den Schreibtisch mit Batterieflüssigkeit einzusauen.

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Beitrag von Frankynstone » 22.07.2006 10:34

Ach nee, Mikrozellen (AAA) gibt es an jeder Ecke, auch mit Lötfähnchen, NiMH und NiCd auch noch, ich hab vorrätig, bei Bedarf bitte mal irgendwie bemerkbar machen! Sonst www.pollin.de besuchen und bestellen, was für Deinen Zweck passt. Die haben auch einige ältere Handyakkus fertig, braucht man nicht basteln.

Wenn man schnell arbeitet, kann man Akkus gefahrlos löten, dürfen bloß nicht zu heiß werden. Kontaktflächen entfetten, mit Sandpapier die Oberfläche griffig machen, mit einem sehr heißen Lötkolben rasch verzinnen. Alles weitere ist kein Problem mehr.
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