studienpläne kommen *zuhülf*

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stth
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studienpläne kommen *zuhülf*

Beitrag von stth » 17.03.2006 20:54

also: ich war am donnerstag im prüfungsamt um ein paar fragen zu klären.

dabei erzählte mir unsere freunfliche sach bearbeiterin, dass der prüfungsausschuss bei der nächsten sitzung für uns (j2003) studienpläne beschließen wird.

was bedeutetet das für uns?

wie es bisher war:
1. wir studieren was wir wollen und machen so viele prüfungen und leistungsnachweise wie wir brauchen oder wollen.
2. wir schaffen alles ins prüfungsamt und lassen uns eine gültige auswahl daraus als diplomprüfung anerkennen

was es bisher für außnahmen zu prüfungsordnung gab:
1. die 18 sws aus dem wahlpflichtteil, die nur aus leistungsnachweisen (schein) besteht konnten auch aus anderen vertiefungsgebieten eingebtracht werden.

ein beistpiel für meine wenigkeit:
ich habe mich für at und soi entschieden. ich habe aber trotzdem systemtheorie 3 gehört und mitgeschrieben, weil ich es für at doch als wichtig erachte. ausserdem möchte nächstes semester trotz des vortragsstils von prof. härtig realtime-systems hören, weil es auch für at relevant ist.


was sich ändern wird:
1. wir stellen vor eintritt ins hauptstudium (schon vorbei für die meisten) einen prüfungsplan auf, der von einem professor abgesegnet wird
2. arbeiten diesen plan ab. es gibt später keine änderungen


was man sich jetz fragen sollte:
1. weis ich nach dem grundstudium so genau was ich in den nächsten 4 (oder mehr) semestern machen möchte?
2. was passiert, wenn mal wieder eine professur in rente geht und nicht neu bestzt wird?
3. was passiert, wenn sich meine interessen doch noch verschieben?
4. welcher professor hat die zeit, meinen studienplan durchzuarbeiten und möchte die verantwortung dafür übernehemen? (die ist ein akutes problem auch bei 2002er jahrgang)
5. was ist, wenn ich mich von fachname und -beschreibung habe täuschen lassen und das ganze vollkommen andere inhalte hat als erwartet? (zu formal, zu praktisch, zu speziell, zu allgemein, zu detailverliebt, zu detailarm, ....)
6. wann sollte ich punkt 5 verhindern und während des grundstudiums die vorlesungen probehören? ist so ein probehören für die vl repräsentativ? UND ist das für uns jetzt noch möglich?

euch fallen bestimmt auch noch ein paar horror-szenarien ein.

ergebnisse:

1. der studienegang ist wird abgewertet, weil einem die möglichkeit, sich in seinem fach zu entwickeln, genommen wird, weil man sich mit zu geringem vorwissen un zu frühem zeitpunkt selbst diktieren muss. der studiengang wird alles in allem weniger variabel. dies war aber für mich einer der hauptentscheidungspunkte für ihn.
2. die bürokratisierung des studiengangs wird stark erhöht. mit erhöhtem arbeitsaufwand davon betroffen sind proffessoren, prüfungsamt und last but am meisten betroffen die studenten.
3. das, was ich vor drei absätzen für mich erörtert hab, wird wohl nicht genehmigt, weil in der studienordnung steht, dass auch die 18 sws aus den vertiefungsgebieten stammen müssen. bisher waren ausnahmen kein hinderungsgrund. dadurch wäre aber die zeit in persönlichen wichtigen und in den halt zum ersatz gewählten fächern zur hälfte vertan.


was ich möchte:

1. dass ihr euch mal ein paar gedanken darüber macht, euch selbst weitergehend informiert und mal ne meinung dazu schreibt.

2 .wenn ihr der meinung seid, dass wir nach dem guten alten prinzip \"never change a running system\" verfahren sollten, dann macht vorschläge wie das ganze zu verhindern oder zu mildern geht.

un noch eine kleinigkeit:



spontan musste ich daran denken, was professor aßmann in einer softwaretechnologie-vorlesung für eine frage in den raum gestellt hat:

\"wie bekämpft man bürokratie?\"

die antwort war: dnd (denial of service) - attacken. man stellt so viele anfragen und anträge, dass das system darunter erstickt.

dies ist übrigens nicht das mittel erster wahl. es gibt noch den fsr und andere möglichkeiten eine dikussion darüber in die wege zu leiten.

grund für diesen vorstoß ist übrigens, dass die lässigkeit, mit der bisher gehandhabt wurde, viel zu schlumperein und pimp-my-mark aktionen seitens der studenten geführt hat. es wurden also so lange alle möglichenprüfungen geschrieben, bis das gesamtergebnis (diplomnote) stimmte.

hiergegen gibt es allerdings auch schon maximale studienzeiten.
- Editiert von stth am 17.03.2006, 21:01 -
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Beitrag von MasTaT » 17.03.2006 21:34

schwieriges thema...

...die diskussion läuft ja eigentlich schon ne weile, sollte ja schon in dem jahrgang über uns anders sein - aber wie viele andere verordnungen hat sich auch da bis jetzt nix getan.
daher würde ich erstmal abwarten, man kann ja vorher eh nix erreichen, weil man die leute aus dem ausschuß, welche entscheidungen treffen vorher nicht erreichen wird.

wenn es durchgesetzt werden würde, müsste es sehr schnell gehen. man muss uns ja VOR semesterbeginn zeit geben, darüber zu entscheiden, dann muss jemand das unterschreiben (welcher FACHprofessor übernommt wohl die verantwortung über andere fächer....). ich denke, es wird ganz schön knapp mit der ganzen sache.

ausserdem kann man ja vorher gar nicht entscheiden, welche fächer man wählt, da im vorhinein nicht feststeht, ob sich diese dann überschneiden - und dann nicht besucht werden können. dies bedeutet erheblichen aufwand bei der planung und könnte nur mit einem festen modulsystem wie bei den mechs geregelt werden. so ein system wäre wiederum stark einschränkend, weil die fächer dann durch die richtung festgelegt sind und somit ein großer vorteil des IST studiums (freie fächerwahl) hinüber wäre.

ich denke, die einschränkung auf 2 vertiefungsgebiete im IST studium und dazu halt wahlfächer aus allen gebieten (man muss ja mal über den tellerrand schauen, fachidiot wird man früh genug) ist ausreichend. wenn man sein studium in regelstudienzeit schaffen will, hat man eh nicht dutzende versuche zeit, um seine noten durch x klausuren in den vertiefungsgebieten aufzubessern.

in diesem sinne würde ich sagen: abwarten...sind sicher einige im urlaub (so wie ich ab morgen *G*) und nicht jeden tag am rechner, um aktiv teilzunehmen hier...und wenn dann eine entscheidung steht (was ich nicht glaube, einige gegenbsp hab ich ja genannt), kann man immernoch ne aktion starten.

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Beitrag von Polygon » 18.03.2006 22:55

Na da bin ich aber gespannt wie die die Stundenpläne machen wollen. Hier müssen ja Fächer aus der ET und der Informatik unter einen Hut gebracht werden und wenn man schon starre Strukturen vorgibt, dann muss man auch dafür sorgen, dass sich da nix überschneidet (was übrigens der einzige Vorteil wäre den ich in so einem System sehen würde).
Allerdings fände ich es in der Tat ziemlich blöd, wenn das jetzt kommen würde wo es doch gerade mal richtig losgeht mit selbstständiger Gestaltung der Studieninhalte. Kann mir allerdings nicht vorstellen, dass es so kommen wird.
Wie wollen die alle Studenten des Jahrgangs dazu bringen jetzt plötzlich was zu wählen, die meisten werden garnicht in Dresden sein. Die bisher rausgegebenen Stundenpläne für die IST sehen auch nicht danach aus, schliesslich überschneiden sich schon die Pflichtfächer mit einigen ETler Sachen. Also ich würd sagen, wenn das kommt dann frühestens in einem Semester und ob das dann für uns noch Relevanz hat würde ich bezweifeln. Oder muss ich dann ein einmal individualisiertes Studium auf einmal in einen starren Stundenplan zurückgequetscht zu Ende führen. So blöd können die doch nicht sein.

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Beitrag von olm » 21.03.2006 21:56

hm, interessant. Ich fang zwar erst im Sommer mit HS an aber wollt halt doch dieses Sem mal\'n paar Vorlesungen besuchen weil ich mir noch nich ganz klar bin was ich machen will.
Ich find ja zB schonmal komisch dass Verteilte Systeme Wahlpflicht 26 und Technische Inf. 54 SWS hat, schon ein krasser unterschied, ich blick da noch nich ganz durch

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Beitrag von stth » 21.03.2006 22:23

jop.. du musst nicht alle machen, aber die auswal für deine sws sind wesentlich besser. aussuchen darfste dir nach wie vor.. du musst dich nur wesentlich eher entscheiden
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