Bleibt das Studium bis zum ende so trocken?

Sprachausbildung, Studium generale, Grundpraktikum usw.
chris´^^
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Bleibt das Studium bis zum ende so trocken?

Beitrag von chris´^^ » 12.01.2007 17:48

also ich selber würde mir auch mehr praxisbezug im studium wünschen. allerdings habe ich nichts anderes erwartet.

ich habe mein grundpraktikum vor dem studium gemacht und dort sowahl erfahrung und praxis gesammelt als auch mitbekommen, was (unter anderem) die arbeit eines ingenieurs ist: nämlich mit umfangreichen wissen (ok, mein anleiter war Doktor^^) facharbeiter (aber auch mal n praktikant --> ich) aufgaben zu übertragen. und so kann auch ein leihe ne funkuhr (, weil das Bsp gerade aktuell ist) bauen, weil ja der ingeneur ihm alles vorgibt und bei problemen über die schulter guckt. also ich will damit sagen: ein dpli.ing entwirft z.b. eine schaltung, aber er baut sie im seltensten fällen selbst.

ich selber war im umgang mit dem lötkolben vor dem praktiuk nicht mehr als ein blutiger anfänger, dennoch habe ich dort schaltungen mit 30 und mehr ICs gebaut. einfach, weil mir ein ingeneur das theoretische vorwissen dafür abgenommen hat. und natürlich lernt man dann auch daraus mit der zeit.

also an lovebuzz vlt den gedanken:

wenn du mehr praxis suchst, warum machst du kein parktikum in den semesterferien bzw. arbeitest in den semesterferien oder sogar neben dem studium in ner firma. muss ja nicht immer ein superbezahlter job sein, wenn man dabei wissen erlangt und man spaß bei der arbeit hat. außerdem sammelt man referenzen, die einem später bei der jobsuche immer nützlich sind.

bye, chris
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LoveBuzz
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Beitrag von LoveBuzz » 12.01.2007 18:14

[quote]wenn du mehr praxis suchst, warum machst du kein parktikum in den semesterferien bzw. arbeitest in den semesterferien oder sogar neben dem studium in ner firma.[/quote]
danke für den tip(p nach neuer rechtschreibung)...
is schon klar... es geht mir eher in prinzipieller sache darum: frei nach faust
[quote]Du bist dir nur des einen Triebs bewußt, O lerne nie den andern kennen![/quote]
wird man als ingenieur zwar auf jeden fall ne geballte menge fachwissen haben müssen, aber trotzdem zum theoretiker gemacht. @chris: denkst du wirklich alle ingeniere sitzen die ganze zeit am schreibtisch und denken sich schaltungen aus?
man wird, sofern man nicht selbst etwas dagegen tut, zum fachidioten erzogen - der nicht übern tellerrand gucken kann. ein ingenieur braucht nähmlich nicht nur fachkenntnisse, sondern acuh eine gewisse technisches grundverständniss. also mal nen hammer in die hand nehmen und so. (nich wörtlich gemeint)
naja, vieleicht stelle ich mir das ja auch alles falsch vor...

chris´^^
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Beitrag von chris´^^ » 12.01.2007 20:54

du hast schon recht, allerdings musste ich genau diese erfahrung machen.... der bezug zur praxis geht (leider) bei vielen verloren.

fakt ist, dass es sich kaum noch einer leisten kann, dass ein ingenieur praktisch (im sinne von etwas \"erschaffen\") tätig wird, wenn man dafür geringbezahlte arbeitskraft einsetzen kann.

allerdings gibt es ja da noch die entwicklung.dort kann man sich durchaus probieren und experimentieren!

(es sei dazugesagt, dass dies alles nur auf meine erfahrungen aufbaut... sicherlich gibts, wie überall, auch andere standpunkt.jedoch bin ich schon der überzeugung, dass es beim großteil der dt. industrie so aussieht)

soweit, chris
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Beitrag von sebsis » 13.01.2007 13:41

@chris, wo hastn du dein praktikum gemacht? weil ich mir auch noch nen praktikumsbetrieb suchen muss...

chris´^^
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Beitrag von chris´^^ » 13.01.2007 16:16

in berlin. aber die stelle is eh weg, da ich jetzt in den semesterferien werkstudent bin.

aber im dekanatsgang in den schaukästen hängen doch auch immer angebote von firmen, die praktikanten suchen. vlt is da was dabei?!
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Beitrag von Frankynstone » 13.01.2007 16:18

Ich möchte noch was bemerken zum Thema Hobbylöter. Ich bin einer, ich kann auch eine Schaltung erklären oder entwickeln. Aber das ist 60er Jahre und heute nicht mehr gefragt. Hab ich mir in der Realschulzeit eine einfache Schaltung einfallen lassen, ging die mit großer Wahrscheinlichkeit, obwohl ich noch nie eine e-Funktion gesehen hatte.

Heute kommt es halt auf die Theorie mehr an, als je zuvor. Diskrete Transistorelektronik ist sowas von out (von HiFi mal abgesehen, da gibt es auch noch Röhren). Also lasst uns Hobby und Beruf trennen, in der Uni gibt es die Theorie und am heimischen Lötkolben die Praxis.

Außerdem muss man heute auch programmieren können. Während man früher noch mit einem müden Lächeln sagte: \"Digital ist super!\" und die Nadel auf die Schallplatte setzte, geht es heute nicht mehr ohne programmierte Digitaltechnik.

Die diskrete Transistorelektronik ist übrigens erschöpft, ausgereizt und vollständig patentiert. Wenn man heute noch denkt, man könne eine Schaltung neu entwickeln und verkaufen, hat man ganz schnell ein Problem, da es die garantiert schon vorher gab.
Wer Tippfehler findet, darf sie behalten.

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Beitrag von AnSi » 14.01.2007 01:49

[quote]@chris: denkst du wirklich alle ingeniere sitzen die ganze zeit am schreibtisch und denken sich schaltungen aus?[/quote]
Letzeres vielleicht nicht unbedingt aber in Ingenieur sitzt defintiv am Schreibtisch. Seine Werkzeuge sind der Computer und sein Wissen (oder wissen, wo es steht).

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Beitrag von mojo777 » 15.01.2007 00:07

[quote]drölf: mein eindruck vom 5. sem.: haargenauso wie die 4 davor.[/quote]
tja. das liegt dann aber nicht am studium.
:-O
post++;

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Beitrag von ToWag » 15.01.2007 21:50

Ich muss sagen, dass mich die Pflichtfächer der Studienrichtung Informationstechnik nicht vom Hocker gerissen haben (die Situationen, bei denen ich in der Vorlesung eingeschlafen bin, einmal ausgelassen). Das Praktikum Nachrichtentechnik hat mir auch nicht wirklich viel gebracht und beim Praktikum Schaltungstechnik ist mir der Aufwand gegenüber dem Nutzen zu groß.

Die Pflichtfächer und zum Teil auch die Wahlpflichtfächer vermitteln fast ausschliesslich die tiefsten Grundlagen. Wenn man später in die Industrie gehen will, kann man sich darauf einstellen, das erste halbe Jahr zum Großteil damit zu verbringen, sich die Kenntnisse anzueignen, die man für seine tägliche Arbeit braucht.
Denn das theoretische Wissen, das man sich in der Uni angeeignet hat, wird dazu in den seltensten Fällen ausreichen.

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Beitrag von LoveBuzz » 15.01.2007 23:57

[quote]Wenn man später in die Industrie gehen will, kann man sich darauf einstellen, das erste halbe Jahr zum Großteil damit zu verbringen, sich die Kenntnisse anzueignen, die man für seine tägliche Arbeit braucht. Denn das theoretische Wissen, das man sich in der Uni angeeignet hat, wird dazu in den seltensten Fällen ausreichen.[/quote]
Danke! das ist genau das was ich die ganze zeit meinte...

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Beitrag von MartinZippel » 16.01.2007 01:30

Was mich schon wieder fuchtelig macht, sind die google-Suchergebnisse bei dem Stichwort Halbkugelerder:

- uni-kassel.de/fb16/tet/marklein/lecturenotes/geti/lectures/V_07_02_05_2_Folien_A4.pdf
- fh-bochum.de/fb3/gelab/dateien/uebungen/stroemungs_feld2.pdf
- et1.tu-harburg.de/downloads_et1/emv/vorlesungen/et1/etaufgab_a5.pdf
- vde-verlag.de/buecher/ivz/ivz2049.pdf
- haw-hamburg.de/m/pers/fts-text2.pdf
- zdt.uni-hannover.de/images/d/da/6_1erdung_c.pdf
- widor.fh-friedberg.de/~ansgar/Scripte/GrundlagenET1/Kapitel5/Kapitel5_5/Aufgabe551/Content.php
- uni-saarland.de/fak7/ige/lehre/glg1.html

Halbkugelerder scheinen in Industrie und Technik ja wahnsinnig beliebt zu sein...;-)

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Beitrag von netAction » 16.01.2007 01:44

So ist es.
Die E-Technik wurde ca. 1920 bis 1940 entwickelt und seit dem kaum weiterentwickelt. Die theoretische Elektrotechnik war damals wichtig, um die Geometrie von Röhren zu verstehen. Laborveranstaltungen sollten nicht Arbeitsplätze sichern, sondern damals noch den Studenten etwas bringen. Die Versuche der ersten Semester haben sich kaum verändert, ich habe Übungsbücher der Physik aus jener Zeit.

Es ist nicht übertrieben, wenn man behauptet, dass sich unser Studium in den letzten 60 Jahren kaum den aktuellen Anforderungen angepasst hat.

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Beitrag von Hoffi » 16.01.2007 12:03

@net: richtungsabhänig.
in richtung prozessleittechnik und automatisierung wir schon sehr auf aktuelle sachen bezug genommen!
Robtersteuerung, SPS, Ethernet in der AT usw.
Ihr hättet euch bloß ne ordentliche richtung aussuchen sollen:=(:=(
Lieber spät als nie!
Ich denke also bin ich..

Ich stand bis zum Hals in der Scheiße,da sprach eine Stimme zu mir:\"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen!\"
Ich lächelte und war froh und es kam noch schlimmer..

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Beitrag von Polygon » 06.02.2007 01:10

[quote][quote]Wenn man später in die Industrie gehen will, kann man sich darauf einstellen, das erste halbe Jahr zum Großteil damit zu verbringen, sich die Kenntnisse anzueignen, die man für seine tägliche Arbeit braucht. Denn das theoretische Wissen, das man sich in der Uni angeeignet hat, wird dazu in den seltensten Fällen ausreichen.[/quote]
Danke! das ist genau das was ich die ganze zeit meinte...[/quote]

Dass dir die Uni nie und nimmer all das Spezialwissen beibringen kann, was du eventuell mal in irgendeinem Job brauchen kannst wirst du wahrscheinlich nie begreifen oder? Wenn ich höre, dass sich einige Leute teilweise mehrere Wochen oder gar Monate in Themen einarbeiten um dann in dem Gebiet arbeiten zu können, dann sollte doch klar sein, dass du sowas an der Uni nicht lernen wirst (die machen das Fulltime, 40+ Stunden die Woche, nicht nur 2 SWS), weil dafür die Zeit garnicht da ist. Und wenn doch, dann nützt dir das Wissen in einem anderen Job exakt garnix.
Mir hat mal ein Prof. gesagt: Das Ziel an der Uni ist es Wissen zu vermitteln, was auch nach 10 oder 20 Jahren noch nicht veraltet ist, und genau das wird hier getan. Meine Kenntnisse in Mathematik, E-Technik, Systemtheorie werden auch in 10 Jahren noch Gültigkeit haben. Kenntnisse über die Grundprinzipien der Programmierung werden auch so bald nicht an Gültigkeit verlieren. Wenn mir dagegen jemand ne spezielle Programmiersprache reinpaukt, die in der Industrie grad \"hip\" ist, dann nützt mir das vielleicht kurzfristig im Job was, aber sobald die Sprache nichtmehr \"hip\" ist, kann ich dieses Wissen in die Tonne kloppen. Hab ich dagegen ein systematisches Grundwissen, kann ich schnell die nächste \"hippe\" Sprache lernen.
Mir würde es sehr missfallen, wenn mein Studium nur aus Sachen bestehen würde, die eine Halbwertszeit von wenigen Jahren haben, dann könnte man es nämlich auch sein lassen. Leider ist es eben genau diese Kurzlebigkeit, die die \"Praxis\" auszeichnet.

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Beitrag von chris´^^ » 06.02.2007 21:52

weise worte.

in dem sinne: hip hip hurra
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Beitrag von stth » 07.02.2007 20:44

[quote]weise worte.

in dem sinne: hip hip hurra[/quote]

hach ja schön, dass es immer noch leute git, die sich über nen sinnvollen post hier \"freuen\"

polygon: *thumpsup*
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Beitrag von ToWag » 07.02.2007 21:33

Normalerweise wäre es ja das Wichtigste, einem die Methoden beizubringen, wie man an bestimmte Probleme herangeht.
Zum Bsp. in der Programmierung: Wie gehe ich an große Softwareprojekte heran? Wie teile ich die Aufgabe in kleinere Bereiche, die ich dann später zusammenschalte? ...
Als wir (ET\'ler) im 2. Semester Java hatten, hatte ich z.B. große Schwierigkeiten damit, wie ich am besten an die Programmieraufgabe herangehe bzw. wie ich das am besten strukturiere. Der Prof. hat eigentlich nur dieses BlueJ-Buch vorgelesen.
Oder wie gehe ich (rational) vor, wenn ich für eine Aufgabe mit besonderen Bedingungen eine dazu passende Schaltung entwickeln soll ? Wobei das jetzt vor allem für den Analog-Bereich gelten soll.
Und erst mit der Studienarbeit fängt man doch an, wissenschaftlich zu arbeiten. Jedenfalls fällt mir in meinem bisherigen Studium kein weiterer Fall ein, wo ich wissenschaftlich gearbeitet hätte.

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Beitrag von stth » 08.02.2007 11:48

tscha.
wenn dich das interessiert, gehste zu nem prof, und fragst nach literaturempfehlungen und beschäftigst dich damit im weiterführenden selbststudium. ansonsten kann ich dir die vorlesungen softwaretechnologie I (ws) & II (ss) bei prof assman (inf) und schaltkreis-und systementwurf bei prof schüffny (zumindest in ansätzen) empfehlen
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Beitrag von BIG-Fischer » 27.02.2007 14:43

Auch wenn ich mich nicht in eine Pro/Contra-Gruppe einordnen will, möchte ich trotzdem meinen Senf dazu geben:
Die Uni ist mir zu langsam, zu wenig anspruchsvoll, zu wenig lehrend.
Natürlich gibt es einige Fächer die man besuchen sollte um die Prüfungen zu bestehen. Aber das sind wenige.

Konkretes Beispiel:
In der Kollegstufe Gymnasium haben wir Roboter gebaut. Streifenrasterplatine, AVR, Lötkolben und ein bißchen Chassis vom lokalen Maschbauunternehmen und es ging los.
5 Roboter gingen aus dem (freiwilligen, auch dem Physiklehrer unbezahlten) Freitagnachmittagskurs hervor. Bei ca 12 Schülern.
Aus dieser Zeit liegen noch diverse Lötexperimente (Programmer, LCD-Ansteuerungen, Experimente mit 1-Wire-Protokoll bla) rum. Auch meine Facharbeit befasste sich mit der Ansteuerung und visualisierung des Weges eines ADXL202 mit Hilfe von nem AVR (glaube war der 2313).
Seit der Uni: Ich löte ab und an die kaputten Batteriekontakte von meinem WG-Kollegen.

Hier in der Uni versucht man sich anzugliedern/motivieren. Allerdings bekommste erst Stellen mit Vordiplom. Toll.
Beim Treffen der TURAG (hat sich zu meinem Studienbeginn gerade formiert) wirste als Erstie auch \"nicht gebraucht\". Später bekommt man mit, dass sich die Gruppe eine C-Control gekauft hat. Wow.

In ET rechnest du Aufgaben _anders_ als der ÜL; wennde nun meinst, dass der ÜL das toll findet oder deine Frage zum Lösungsweg beantworten kann, FALSCH GEDACHT! Meister \"ich pinsel das an die Tafel, was mir der Prof vor 2 Tagen gegeben hat\" will davon nichts wissen und hasst dich dafür.

Das waren nur wenige Beispiele.

Ich bin nunmal nicht der sture \"auswendiglernen und Anwenden\"-Student, dazu bin ich *räusper* zu intelligent. Gebt mir ein komplexes Problem und ich lerne daran den Stoff eines Semesters in einer Woche. (So geschehen am übrigens echt guten NachrichtenTechnik-Script).

Sorry Leute, aber ich hatte mehr erwartet und resigniere etwas vor eigenbrötlerischen trockenen Elektrotechnikern.

Natürlich gibts auch Leute die damit zurechtkommen. Ich tu es nicht.
Die Uni scheint mir mehr ein Typenfilter als ein Intelligenz/Wissensfilter zu sein.

Euer weiterhin durstiger Logikchef
Walking on sunshine...

Gesperrt

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