Gestaltung der künftigen Mathe Tutorien

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googlehupf
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Gestaltung der künftigen Mathe Tutorien

Beitrag von googlehupf » 02.09.2012 15:46

Hey,
da einige ET-Studenten die neuen Mathe-Tutorien leiten, würde ich gern zu einer Diskussion über die Gestaltung der künftigen Tutorien anregen.
Insbesondere finde ich die Übungen für diejenigen nachteilhaft, die die Übungen bereits im voraus gelöst haben (vollständig richtig, bzw. zum teil richtig).
Meiner Meinung nach wäre es sehr nützlich, wenn die Lösungen der Übungen im voraus mit vollständigen Lösungsweg erhältlich sind. Zum einen werden "Schusselfehler" beim selbstständigen Lösen leichter ersichtlich. Zum anderen besteht dadurch die Möglichkeit auch in der Übung gezielter Fragen zu stellen.
Dadurch, dass es im kommenden Semester sehr viele Tutorien zu unterschiedlichen Zeiten gibt, könnte man auch ein oder zwei Tutorien anbieten, indem nicht alle Aufgaben vorgerechnet werden, sondern nur jene zu denen es Fragen gibt.

Weiterhin finde ich es generell sehr sinnvoll, wenn alle Aufgaben in den Übungen behandelt werden. In den letzten Semester sind immer wieder Teilaufgaben weggelassen worden, die elementar waren.

Zum anderen ist es auch zweckmäßig, die Musterlösungen als Tutor zu überprüfen und nicht blind abzuschreiben. Wenn ich an die 9.Übung aus dem 4.Semester denke, dann finde ich es echt peinlich, dass in vielen Tutorien der Lösungsweg einfach nur skizziert wurde - aufgrund von Zeitmangel mit "..." fortgesetzt wurde - und zum Schluss ein Ergebnis hingeschrieben wurde, welches bei gegebener Aufgabenstellung falsch war.
Ich als Student saß beim Nachvollziehen dieser Aufgabe 3h - da ich sämtliche Lösungswege 2-3mal überprüft hatte und dennoch keinen Fehler bei mir gefunden hatte. Erst nachdem ich Herrn Wensch eine Email geschrieben hatte und erfahren hatte, das ein Tippfehler vorhanden sei, konnte ich die Aufgabe lösen - aber dafür gingen 3h ins Land...

Ein anderer Aspekt ist folgender:
Wie sinnvoll ist es eigentlich alle Aufgaben in der Übung vorzurechnen? Immer wieder tauchen in Übungen Aufgaben auf, die analog wie vorherige Aufgaben zu lösen sind. Wäre es nicht sinnvoller, eine Aufgabe komplett zu erklären und dann Zeit zu geben, in der die Studenten ähnliche Aufgaben selbst lösen? Ist es nicht viel effizienter selbst nachzudenken und Aufgaben zu lösen, anstelle nur abzuschreiben und nachzuvollziehen? - Dies ist vor allem dann möglich, wenn die vollständigen Lösungswege im Internet verfügbar sind, denn dann ist es nicht allzu schlimm, wenn die Aufgaben, die analog zu anderen sind, nicht vollständig behandelt werden.

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Hans Oberlander
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Re: Gestaltung der künftigen Mathe Tutorien

Beitrag von Hans Oberlander » 02.09.2012 18:15

Gibt es denn keine normalen Übungsleiter mehr? Welche die dazu auch ausgebildet wurden wie der Meister seines Faches Dr. Köcher?! Oder spart die Exzellenzuni mal wieder Geld und nimmt vermehrt billige studentische Hilfskräfte?

googlehupf
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Re: Gestaltung der künftigen Mathe Tutorien

Beitrag von googlehupf » 03.09.2012 19:44

Also ich muss sagen, die Übungen hatten definitiv Verbesserungsbedarf und zum Teil hätte ich deíe kostbare Zeit für andere Dinge verwenden können, aber vielleicht sehe ich das als einziger so...

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FSW
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Re: Gestaltung der künftigen Mathe Tutorien

Beitrag von FSW » 04.09.2012 15:55

Hans Oberlander hat geschrieben:Gibt es denn keine normalen Übungsleiter mehr? Welche die dazu auch ausgebildet wurden wie der Meister seines Faches Dr. Köcher?! Oder spart die Exzellenzuni mal wieder Geld und nimmt vermehrt billige studentische Hilfskräfte?
Genau so siehts aus... Sicherlich gibt es Leute, für die die Übungen zu leicht sind, aber glaub mir, das sind sie für den großen Teil der Studenten nicht. Das zeigt zum Beispiel, das insgesamt nur 109 Leute die Prüfung überhaupt mitgeschrieben haben. Davon waren ca. 10% Wiederholer. Also wenn alles so einfach war, wieso hat sich dann ein (ich schätze mal) drittel der Leute von der Prüfung abgemeldet?

Das mit den Vorrechnen war eher ein Zugeständnis der Tutoren an euch. Offiziell ist uns aufgetragen wurden, die Studenten rechnen zu lassen und nur korrigierend ein zu greifen. Aus verschiedenen Gründen haben wir uns aber gegen den Willen der Vorgesetzten davon abgewandt. Wenn du nächstes Jahr selber vorn stehst, wirst du vielleicht merken, warum.
googlehupf hat geschrieben: Insbesondere finde ich die Übungen für diejenigen nachteilhaft, die die Übungen bereits im voraus gelöst haben (vollständig richtig, bzw. zum teil richtig).
Meiner Meinung nach wäre es sehr nützlich, wenn die Lösungen der Übungen im voraus mit vollständigen Lösungsweg erhältlich sind. Zum einen werden "Schusselfehler" beim selbstständigen Lösen leichter ersichtlich. Zum anderen besteht dadurch die Möglichkeit auch in der Übung gezielter Fragen zu stellen.
Es ist löblich, wenn du dir für Mathe soviel Arbeit machst, aber der große Teil der Studenten sieht die Aufgaben in der Übung zum ersten und zum letzten Mal und auch diesen Studenten versuchen wir genug Input zu geben, um die Prüfung zu bestehen. Die Vollständigen Lösungen wird es nicht geben, weil dann keiner mehr in die Übung kommt und die Lösungen (wie du ja festgestellt hast) teilweise gravierende Fehler enthalten. EDIT: Dazu ein kleines Beispiel: In der Formelsammlung hier im Forum vom robsen wurden an einer Stelle die Begriffe "implizit" und "explizit" vertauscht. Du glaubst garnicht, wie oft das in der Klausur falsch gemacht wurde, obwohl ich mir recht sicher bin, dass kein Tutor das mal falsch angeschrieben hat.
googlehupf hat geschrieben: Dadurch, dass es im kommenden Semester sehr viele Tutorien zu unterschiedlichen Zeiten gibt, könnte man auch ein oder zwei Tutorien anbieten, indem nicht alle Aufgaben vorgerechnet werden, sondern nur jene zu denen es Fragen gibt.
Es wird ein Meeting mit Prof. Wensch geben, in dem das alles besprochen werden kann.
googlehupf hat geschrieben: Weiterhin finde ich es generell sehr sinnvoll, wenn alle Aufgaben in den Übungen behandelt werden. In den letzten Semester sind immer wieder Teilaufgaben weggelassen worden, die elementar waren.
Nun, du hast ja gesehen, dass das zeitlich nicht möglich ist. Du kannst aber davon ausgehen, dass dein Tutor ein gute Auswahl der Aufgaben getroffen hat.
googlehupf hat geschrieben: Zum anderen ist es auch zweckmäßig, die Musterlösungen als Tutor zu überprüfen und nicht blind abzuschreiben.
Du kannst davon ausgehen, dass wir das schon gemacht haben, du wirst aber feststellen, dass man nun auch nicht so viel Zeit hat, alles bis ins Detail vor zu bereiten. Und Fehler passieren jeden.
googlehupf hat geschrieben: Ich als Student saß beim Nachvollziehen dieser Aufgabe 3h - da ich sämtliche Lösungswege 2-3mal überprüft hatte und dennoch keinen Fehler bei mir gefunden hatte.
Privat würd ich dir nur zu gern die Meinung dazu mal sagen, aber da dann hier im Forum wieder ein ShitStorm los geht, lass ich es lieber.
googlehupf hat geschrieben: Ein anderer Aspekt ist folgender:
Wie sinnvoll ist es eigentlich alle Aufgaben in der Übung vorzurechnen? Immer wieder tauchen in Übungen Aufgaben auf, die analog wie vorherige Aufgaben zu lösen sind. Wäre es nicht sinnvoller, eine Aufgabe komplett zu erklären und dann Zeit zu geben, in der die Studenten ähnliche Aufgaben selbst lösen? Ist es nicht viel effizienter selbst nachzudenken und Aufgaben zu lösen, anstelle nur abzuschreiben und nachzuvollziehen? - Dies ist vor allem dann möglich, wenn die vollständigen Lösungswege im Internet verfügbar sind, denn dann ist es nicht allzu schlimm, wenn die Aufgaben, die analog zu anderen sind, nicht vollständig behandelt werden.
Du kannst sicher sein, dass wir das versucht haben (siehe oben bei "Auswahl treffen"). Ebenso sicher ist auch, dass dies sicher nicht immer zur Zufriedenheit aller gemacht werden kann.
Das Gute an den schlechten Dingen ist, das auch sie ein Ende haben.

fichtifichte
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Re: Gestaltung der künftigen Mathe Tutorien

Beitrag von fichtifichte » 04.09.2012 18:24

Also den Grund, dass viele nicht mitgeschrieben haben, kann ich dir sagen.
Die ET Nachprüfung war genau 1 Tag nach der Mathe Prüfung. Da in ET ca. 70% durchgefallen waren, werden sich viele beim lernen eher auf ET konzentriert haben. Mathe kann eh im Dezember nachgeschrieben werden, wodurch man nicht viel mehr Aufwand hat.

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