[ME] Probleme mit der Vorlesung

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TFWalther
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[ME] Probleme mit der Vorlesung

Beitrag von TFWalther » 21.10.2010 13:42

So wies aussieht hat die Tatsache, dass nur 2 Studenten Mikroelektronik nach dem hiesigen Grundstudium in diesem Jahrgang weitervertieft haben, manche Mitarbeiter der Fakultät stutzig werden lassen. Auch wenn das wohl nicht gänzlich unerwartet gekommen ist. Um mit den entsprechenden Verantworlichen versuchen zu reden, braucht man stichhaltige Argumente, was an der ME-Vorlesung/Prüfung schiefgelaufen sein könnte, aus erster Hand, sprich von uns. Niemand sonst weiß ja wirklich wie Vorlesung/Übungen/Prüfungen in ME zusammenwirken.

Als größtes Argument für das Unvermögen der Studenten Prüfungen zu bestehen (insbesondere auch ME) hält die Zeit her. Nach einer renommierten Studie arbeitet der Durchschnittsstudent 26 h in der Woche, obwohl ein Vollstudium mit 40 oder mehr Stunden berrechnet werden kann/soll. Würde man diese 40 h / Woche investieren wäre auch das Studium zu bewältigen.

Dieses Argument gilt es zu entkräften und andere sinnvolle Dinge zu finden, wie man die Vorlesung in Zukunft besser gestalten kann, was falsch läuft gelaufen ist.
Ich bitte alle hier in diesem Thread Dinge zu sammeln, um die Möglichkeit zu bekommen ein sinnvolles Gespräch führen zu können.

Mir fällt spontan beispielsweise ein:

- Zu Erläuterungen von Klein - / Großsignaldarstellungen und Ersatzschaltbilder verwendeten wir im 5. Semester in der Vorlesung "analoge Schaltungstechnik" bei Prof. Ellinger eine gesamte Vorlesung und eine Übung. In ME wird dieses Wissen als bekannt vorrausgesetzt (mehr oder weniger), wobei man ME bereits im 4. Semester belegt <-> Widerspruch

- Der reine Stoffumfang ist in Vergleich zu anderen, zeitlich gleichberechtigten Vorlesungen, wie beispielsweise "Nachrichtentechnik" oder "Automatisierungstechnik" im 4. Semester viel umfangreicher, was man z.B. an den Seitenanzahlen der jeweiligen Skripte bemerken kann.

Schreibt bitte was euch noch so einfällt, um eine sinnvolle E-Mail formulieren zu können.

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Re: [ME] Probleme mit der Vorlesung

Beitrag von Robsen » 21.10.2010 14:07

- Zu Erläuterungen von Klein - / Großsignaldarstellungen und Ersatzschaltbilder verwendeten wir im 5. Semester in der Vorlesung "analoge Schaltungstechnik" bei Prof. Ellinger eine gesamte Vorlesung und eine Übung. In ME wird dieses Wissen als bekannt vorrausgesetzt (mehr oder weniger), wobei man ME bereits im 4. Semester belegt <-> Widerspruch
aus diesem Grund gibt es in der neuen DPO auch Schaltungstechnik im Grundstudium und Mikroelektronik im Hauptstudium. Sie haben es also selber gemerkt.
Schreibt bitte was euch noch so einfällt, um eine sinnvolle E-Mail formulieren zu können.
Ich habe Herrn Blawid bereits eine sehr umfangreiche Email geschrieben und auch eine angemessene Antwort erhalten. Eigentlich habe ich aber keine Lust, die beiden Mails hier zu posten. Werde aber seine und meine Mail etwas zusammenfassen. Ob du dann noch eine schreibst ist dir überlassen, schadet sicher nicht.
Zuletzt geändert von Robsen am 21.10.2010 14:24, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: [ME] Probleme mit der Vorlesung

Beitrag von Robsen » 21.10.2010 14:23

Also:

meine Punkte:
- Vorlesung interessant aber prüfungsunrelavant
- zu viele Formeln, bzw. keine Ersichtlichkeit, welche für die Klausur wichtig sind
- unterschiedliche Schwerpunkte in VL und Ü
- wünschenswert: klare Übersicht was für Formeln zu lernen sind
- wünschenswert: umfangreichere FS um sich mehr aufs Verständnis konzentrieren zu können beim lernen, als aufs stupide Auswendiglernen
- Umfang der Übung i.O.; Vorrechenzeit aber zu gering
- Übungsleiter liest Lösung nur vor, sehr schnell, ihm ist kaum zu folgen
- Übungen sind allein mit der VL kaum zu lösen, aber für das nötige Selbststudium fehlt auf Grund von 1-2 Praktika/Woche die Zeit
=> Mehr Übungsstunden für denselben Aufgabenumfang und mit mehr Übungsleitern in kleineren Räumen (Antwort: nicht zu realisieren)
- Übungsaufgaben unpassend, d.h. prüfungsunrelevant oder zu einfach
- wünschenswert: Probeklausur oder Klausur zum Üben

Antwort:
- Konzept der LV bleibt nahezu unverändert erhalten, das hat er auch begründet, möchte das Konzept aber in Zukunft erläutern
- evtl. Erweiterung der FS, kleine aktive Übungen in der VL soll es geben
- es wird in naher Zukunft eine neue Aufgabensammlung mit "passenderen" Aufgaben und evtl. alten Klausuraufgaben geben
- es wird keine Klausuren/Probeklausuren geben
- bei aktiver Mitarbeit (so wie in der Übung, die Dr. Blawid selbst gehalten hat) der Studenten, sind mehr solcher Übungsgruppen denkbar, Vorrechenübungen auf Grund der Personalsituation aber nicht möglich


Insgesamt hat mich seine Antwort sehr gefreut, vor allem die Art und Weise. Inhaltlich hätte ich mir zumindest eine Probeklausur erhofft. Der Rest klingt ja teilweise ganz gut. Und man muss auch mal abwarten, wie die neue Aufgabensammlung aussieht. Mit so etwas Ahnlichem, wie in AT, sähe die Situation ja auch schon ganz anders aus.
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Re: [ME] Probleme mit der Vorlesung

Beitrag von dave » 21.10.2010 17:20

Meine Wünsche an Herrn Blawid waren, dass vor allem die sekundären Effekte von HL-BE ins Hauptstudium gehören, sodass man elektronische Bauelemente und Mikroelektronik möglicherweise zu einer Vorlesung zusammenschrumpfen könnte. Oder in der frei gewordenen Zeit in ME schon etwas mehr Schaltungstechnik zu machen.
Er meinte, dass es schade sei, dass der zu tief gehende Stoff Studenten abschrecke, anstatt zu motivieren. Sein Kompromis wäre es, die tiefergehende BE-Beschreibung zu kürzen und dafür in Zusammenarbeit mit Prof. Bartha etwas mehr zur HL-Technologie ins Grundstudium zu bringen.

Dieses Arbeitszeitenargument ist totaler Schwachsinn, manch einer geht neben seinem Studium auch noch arbeiten oder ist als SHK tätig und wenn man privat nicht noch ein wenig "rumbastelt" hat man im günstigsten Fall bis zum 5. Semester noch keinen normalen Widerstand in der Hand gehabt. Und es gibt ja auch noch dieses Leben neben dem Studium ;)

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Re: [ME] Probleme mit der Vorlesung

Beitrag von Equinox » 21.10.2010 23:34

Was ich ihm bereits schrieb (aber worauf ich keine antwort bekam), mich stört es das ich mir nur schwer vorstellen kann, wie so ein MOSFET etc. denn wirklich funktioniert. Auch bei Magneten, Impedanzen, Trafos und allem anderen hats erst richtig klick gemacht, als wir das in den praktika dran hatten.

Nun, ein Praktikum werden wir für EBE / ME wohl kaum bekommen, wenn sie nichtmal eine weitere Übung locker machen können, aber vielleicht können die mal mit den ET-leuten reden, ob die nicht ein praktikum in halbleiter-elektronik umwandeln können, wo man dann verschiedene standard-schaltungen aufbaut, und die durchmisst, eben um zu verstehen was da drinne passiert.

Also, das wäre etwas das mir zumindest geholfen hätte, nehme ich an.

Ansonsten... ja, die Klausur war von einem vollkommen anderen Niveau als alte Probeklausuren oder eben die Übungsaufgabe.
Dazu eine ziemlich nutzlose Formelsammlung. Ich hab weder das Wissen noch die Zeit mir alles von den beiden Grundgleichungen herzuleiten, und in der letzten Klausur hab ich eigentlich nur die EInschätzung obs ein langes oder kurzes bahngebiet ist nutzen können.
also die FS gehört dringendst angepasst, wie auch Robsen schon schrieb. Die glauben doch selber nicht, dass man später im Berufsleben alle Formeln auswendig kann, oder sich mal eben fix herleitet

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