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Eingangstests - Messwerterfassung am Beispiel EKG

Verfasst: 05.06.2013 12:41
von muemar02
Bei uns gab es keinen Eingangstest sondern ein recht ausführliches Kolloquium. Die Fragen bezogen sich ausschließlich auf die Versuchsanleitung.
Der Quellcode aus dem Anhang der Anleitung wurde nicht im Detail abgefragt, auch sollte das eigene Programm nicht erklärt werden.
Gefragt wurde u.A. :
- wie wird ein Byte seriell, asynchron übertragen (StartBit, Daten, Parität, Stopp-Bit, wie wird synchronisiert)
- welche Bedeutung hat das Stopp-Bit (minimale Pause zwischen Datenpaketen)
- wie schnell können 8 Bit Daten übertragen werden
- wie viel Zeit vergeht zwischen 2 Messwertsätzen (ergibt sich aus Abtastfrequenz)
- wie werden die Daten des EKG in digitale Werte gewandelt (man sollte auf Referenzfrequenz und Abtastfrequenz eingehen)
- in welcher Reihenfolge werden die Daten gesendet? (erst Low, dann High Byte)
- Funktion der Steuerworte erklären
- Auslesen (Steuerbefehle!) und Rekonstruktion der Versionnummer mit Hilfe der Tabelle S. 15 erklären
- wie bekomme ich aus dem gesendeten Byte-Strom verwertbare Daten (Datenblockerkennung, 2Byte zusammensetzen, Messwerte durch logische Operation extrahieren, Vorzeichentest, Ableitungen bilden)
- wie werden Vorzeichen in den verschienden Typen dargestellt (float, int, double)
- beachtet bei der Auswertung der Messdaten, dass die Messwerte im vorgegebenen Quelltext zum Spaß (laut Betreuer kleines Gimmick um zu testen, wer den Quellcode genau durchliest) noch mal um 2 Stellen verschoben werden (bei der Vorzeichenanpassung) und anschließend mit 10 multipliziert werden

Aus dem Gedächtnis waren das die wesentlichen Punkte.
Ein Hinweis noch: die Tabelle 3.4 auf Seite 15 zeigt keinen Bitstrom, Start-Stopp und Paritätsbit fehlen also. Das ist ein willkürlicher Ausschnitt aus den gesendeten Messdaten. Zur Erkennung, welches Byte welche Daten enthält, am Besten im vorgegebenen Quellcode nachschauen, daraus wird die Bedeutung ganz gut ersichtlich.

Betreuer waren sehr freundlich. Für weniger begnadete Programmierer ein guter Versuch um Codeverständnis zu trainieren. Den vorgegebenen Lückentext zu füllen ist auch für ungeübte kein Problem.

Nicht von der länglichen Anleitung abschrecken lassen!
Schöner Versuch, macht Spaß und eignet sich gut als Einstieg in die serielle Datenübertragung.

Re: Eingangstest - Messwerterfassung am Beispiel EKG

Verfasst: 01.07.2013 20:05
von canhamo35
Also das Kolloquium heute war auch wieder ziemlich umfangreich... Der Typ wollte auch um einiges mehr wissen, als in dem "Skript" dirnsteht.

Zum Beispiel wollte er hören, "woher die Messwerte stammen" - Antwort: vom A/D-Wandler im EKG.
Dann wollte er noch einige Details zu A/D Wandlern. Was wir bisher eigentlich nirgendwo behandelt haben. Kann ich aber nicht mehr rekonstruieren, sorry.
Außerdem sollte man ihm die Anzahl der Messwerte pro Sekunde aus dem Finger ziehen (500Hz*9Messwerte).
Und wo die Ableitungen in eine Datei gespeichert werden, sollte man ihm sagen, dass die im ASCII-Code gespeichert werden (logisch - aber erstmal drauf kommen). In der Datei trennt natürlich ein \n die einzelnen Messungen und ein Leerzeichen trennt die einzelnen Werte.

Re: Eingangstests - Messwerterfassung am Beispiel EKG

Verfasst: 02.06.2015 21:38
von Luc_
Also der Betreuer (Sowohl Dr.Rabenau, als auch der betreuende Student später) sind sehr nett und haben auf jeden Fall das primäre Ziel etwas beizubringen. Das Praktikum ist sehr interessant und vermittelt eine ganze Menge.

An sich liegt der primäre Schwerpunkt auf der seriellen Datenübertragung.
Dr. Rabenau gliedert seine Fragen nach der Reihenfolge der Datenaufnahme:

- Ableitungen am Körper
- A/D Wandler
- serielle Schnittstelle ( dort will er viel wissen, vor allem, warum man die Daten so weitergibt, wie es im Praktikum gemacht ist und nicht evtl. günstiger z.B. 16bit Messwerte statt 12 bit und warum die schnittstelle immer nur ein Byte überträgt)
Dort will er dann wissen, dass das vorgegeben ist und sich an gewisse Standards hält, die wir als Ingenieure kennen und befolgen müssen
- Aufnahme der Daten im PC
- Zusammensetzen der Bytes
- Ausgabe der Messwerte als ASCII ( hier auch wissen ,dass Trennzeichen im ascii auch codiert sind z.B. das Leerzeichen)

Das ist so grob konstruiert das Gespräch, das das Kolloqium bildet.
Die Fragen der oberen Posts gelten natürlich immer noch.

Re: Eingangstests - Messwerterfassung am Beispiel EKG

Verfasst: 14.05.2019 13:27
von Artankabashi
Bei uns gab es auch keinen Eingangstest ,sondern nur einen Kolloquium.
Dem Betreuer war es wichtig , uns was beizubringen anhand der ausführlichen Fragen.
Der Praktiksche Teil war nicht schwierig und bei Problemen wurde geholfen.
Die Betreuer waren sehr nett!