[AST] Spannungsgegenkopplung Emitterschaltung

Antworten
jcm
Beiträge: 206
Registriert: 30.07.2008 16:58
Geschlecht: männlich
Studienrichtung: Elektrotechnik
Matrikel: 2014
Angestrebter Abschluss: Dipl-Inf.

[AST] Spannungsgegenkopplung Emitterschaltung

Beitrag von jcm » 23.07.2011 12:48

Servus,

ich hab mal 'ne Aufgabe für die Schaltungstechnik-Cracks bzgl. der Übung "Analoge Schaltungstechnik" bei Prof. Ellinger:

In der Aufgabe 4.3 "Emitterstufe mit Kollektor-Basis-Widerstand" geht es um die Aussteuergrenzen der Schaltung.

Bild

Die untere Grenze ist klar: wenn der Transistor voll durchsteuert dann ist minimal noch die Sättigungsspannung U_{CES} am Ausgang, respektive am Kollektor.

Bild

Kann mir jetzt aber mal einer erklären, warum die obere Grenze durch den Spannungsteiler R_{C} und R_{B} bestimmt sein soll???

In der Musterlösung heißt es, dass der Transistor komplett ausgeschaltet sein soll und die maximale Spannung am Kollektor sich nur aus dem Spannungsteiler ergibt (siehe Abb. oben). Aber warum wird denn bitte der Strom durch R_{1} vernachlässigt? Wenn der Transistor vollständig sperrt, liegt doch trotzdem noch über R_{1} die Eingangsspannung an und es fließt ein Strom. Nach der Musterlösung würde das ja bedeuten, dass U_{BE}=0 ist, was ja für ein vollständiges Sperren gar nicht notwendig ist und auch nur bei extrem hohen Eingangsamplituden möglich wäre aufgrund des Arbeitspunktes, der bei U_{BEA}=677 mV liegt.

Blade
Beiträge: 11
Registriert: 22.06.2009 18:24
Geschlecht: männlich
Studienrichtung: Elektrotechnik
Matrikel: 2008

Re: [AST] Spannungsgegenkopplung Emitterschaltung

Beitrag von Blade » 23.07.2011 21:38

Moin,

meine Überlegung dazu wäre, dass Ube ja auch gleichzeitig die Spannung über R1 ist. Bei kleinem Ube wäre er damit fast kurzgeschlossen und vernachlässigbar.

Gerolf
Beiträge: 90
Registriert: 25.05.2008 21:05

Re: [AST] Spannungsgegenkopplung Emitterschaltung

Beitrag von Gerolf » 24.07.2011 16:15

Das Schaltung an sich ist ja ein Inverter, das bedeutet, dass die maximale Ausgangsspannung bei minimaler Eingangsspannung erreicht wird. Die minimale Eingangsspannung ist Ue = 0 und damit ist auch Ube=0, weshalb R1 keine Rolle mehr spielt.

(Und da es ja um die Aussteuergrenzen geht, muss man eben den Extremfall betrachten)

Antworten

Zurück zu „Hauptstudium: Diskussionen zur Elektrotechnik“