Theoretische Elektrotechnik 1 - Eure Meinung

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Eure Meinung zur Vorlesung

Ich verstehe viel in der Vorlesung und meine Prof. Krauthäuser hält eine gute Vorlesung
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Ich verstehe viel in der Vorlesung und meine Prof. Krauthäuser hält keine gute Vorlesung
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Ich verstehe einiges in der Vorlesung und meine Prof. Krauthäuser hält eine gute Vorlesung
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Ich verstehe einiges in der Vorlesung und meine Prof. Krauthäuser hält keine gute Vorlesung
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Ich verstehe wenig in der Vorlesung und meine Prof. Krauthäuser hält eine gute Vorlesung
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Ich verstehe wenig in der Vorlesung und meine Prof. Krauthäuser hält keine gute Vorlesung
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Hans Oberlander
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Theoretische Elektrotechnik 1 - Eure Meinung

Beitrag von Hans Oberlander » 30.01.2009 14:31

Was haltet ihr von der Vorlesung TET 1 bei Prof. Krauthäuser. Wieviel versteht ihr?

Meine Meinung: Das Thema ist zwar nicht leicht, es wird aber durch die Vorlesung von Prof. Krauthäuser nicht gerade einfacher

das was ich im zu Gute halte:

- versucht Sachverhalte verständlich zu erklären
- hat immer ein offenes Ohr für Fragen

was ich als Kritik anbringe:

- geschmierte Schrift
- öhm ähm ähm... Sowas sollte nun wirklich nicht mehr sein, vor allem nicht so extrem
- Vorlesung besteht fast nur aus Formeln, kaum mal eine Definition

- seine Formelterme also z. B.:

W \ = \ \int dr^3 \vec{E} \vec{D} statt W \ = \ \int  \vec{E} \vec{D} dr^3 (angeblich ist diese Notation verbreitet, komisch das das Nolting Buch das einzige ist wo ich das gesehen habe)

dr^3 statt dV

d\vec{f} statt d\vec{A}

- sein Gemehre mit grad, rot und div (mal \nabla mal so)

- seine Notation mit r und r', wie oft vergisst er da den Strich...

- und ab und an ein Beispiel wäre mal schön

Ich schreib die Notationen immer schon für mich anders mit, allerdings würde ich lieber lauschen als jedes mal nachzudenken was denn das jetzt ist

Übringes ist Dr. Binner, der die Vorrechenübung gemacht hat, nicht mehr da. Er hat eine Professur an der HTW Dresden angetreten.

Wir haben ja noch TET2, und ich fänd es nicht sehr toll, wenn das weiter so geht. Weil eine Zusammenfassung aus dem Nolting-Buch kann ich mir auch zu Hause machen. Aber nach Lupascu, Voigt und diversen anderen wundert mich ein Prof. Krauthäuser auch nicht mehr. Aber ein bisschen Didaktik könnte man erwarten, wozu hat er denn eine Habilitation (ja, ich weiss wie die abläuft :D).

nwilli
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Re: Theoretische Elektrotechnik 1 - Eure Meinung

Beitrag von nwilli » 30.01.2009 15:54

Ich finde die Vorlesung sehr gut, meiner Meinung nach ist TET eine der besten Vorlesungen, die ich dieses Semester besuche. Den Vorlesungsstoff finde ich interessant, aber es ist wirklich nicht ganz einfach...

Zu deinen Kritikpunkten:
- geschmierte Schrift
Ich persönlich hab' mit der Schrift wenig Probleme, hab aber auch schon von Anderen gehört, dass sie das schlecht lesen können. Könnte insofern also durchaus berechtigt sein...
- Vorlesung besteht fast nur aus Formeln, kaum mal eine Definition
Hm... Bin mir nicht so ganz sicher, ob ich den Punkt so verstehe, wie er gemeint ist. IMHO ist es eigentlich ganz gut so. Eine Vorlesung, die zum (gefühlt) überwiegenden Teil aus Herleitungen besteht, finde ich jedenfalls deutlich besser, als wenn eine Definition nach der Anderen kommt.

Die Formelterme, also speziell die Platzierung des d^3r am "Anfang" des Integrals (also \int d^3r (...)) fand ich am Anfang des Semesters auch ziemlich gewöhnungsbedürftig. Ob das in der theoretischen Physik allgemein so üblich ist, weiß ich nicht, hab's aber (abgesehen vom Nolting) auch noch nie so in einem Buch gesehen. Inzwschen hab' ich mich aber ganz gut dran gewöhnt, und manchmal finde ich es so sogar übersichtlicher. Bei
\int_p^qdx_1\int_r^sdx_2(...)
sieht man IMHO schöner, welche Integrationsgrenzen zu welcher Variable gehören, als bei
\int_p^q\int_r^s(...)dx_2dx_1.
Aber wie gesagt... Am Anfang fand' ich das auch sehr gewöhnungsbedürftig.

Das d^3r bzw. d^3r'finde ich präziser als ein dV, weil man da schöner erkennen kann, nach welcher Variable eigentlich integriert wird. Die Schreibweise hab' ich so inzwischen auch an anderen Stellen übernommen. Beim d\vec{f} statt d\vec{A} hat man den oben genannten Vorteil natürlich (leider) nicht. (Eventuell wäre ja ein d^2r möglich, hab' das aber noch nicht bis zu Ende durchdacht ;) )
- seine Notation mit r und r', wie oft vergisst er da den Strich...
Wenn man zwei Vektoren hat, die beide in \mathbb{R}^3 zeigen, ist das glaube ich relativ üblich, dass die \vec{r} und \vec{r}' heißen. Natürlich könnte man einfach noch nen anderen Buchstaben einführen, aber man würde damit halt aufgeben, dass Ortsvektoren fast immer \vec{r} (oder so ähnlich) heißen.

Soweit erstmal...
Wünsche euch allen ein schönes Wochenende.

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dany
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Re: Theoretische Elektrotechnik 1 - Eure Meinung

Beitrag von dany » 30.01.2009 18:17

Ich schließe mich meinem Vorredner an.
Prof. Krauthäuser macht das eig. gut, aber er hält die TET1 halt zum ersten Mal
und hat deswegen noch nicht den richtigen Rythmus und das Feedback.
Aber er versucht es wenigstens mit "Händen und Füßen" zu erklären und an die
Formelnotationen gewöhntman sich ja nun wirklich irgendwann.

Außerdem finde ich, dass er wesentlich besser vorträgt als sein Vorgänger, dessen Stimme und Stil einfach nur einschläfernd und nervend waren.
( Wer sich ein paar VL von Prof. Gonschorek angehört hat weiß wovon ich rede ;) )

Zudem kommt er aus der Physik und hat natürlich dadurch Angewohnheiten, z.B. Formelnotationen und Ausschweifungen in die "Quantenwelt", die man
aus einem Physiker nicht mehr rausbekommt.

Ungeheuer Schade finde ich es, dass der Dr. Binner gegangen ist, denn ihn hielt ich für sehr fähig die teilweise recht schwierigen Dinge zu erklären.
Aber da der Prof. K. ja jetzt auch schon 2mal die Übung gemacht hat, kann man auch sagen, dass er ebenso engagiert zu Werke geht, auch wenn er nicht immer alle Aufgaben schafft.

Zuletzt muss man natürlich sagen, dass man aus diesem Fach nicht mehr viel rausholen kann, als die puren Herleitungen und Formeln.
Und wer sich das Skript vom Prof. Gonschorek anschaut, der wird erkennen, dass
Prof. K. ganz anders an den Stoff rangegangen ist und teilweise auch weggekürzt hat.

Also lasst uns hoffen, dass die Klausur nicht ganz so Hammerschwer wird wie immer gesagt wird ,)
Atzen=hirnlose Musik , hör lieber: http://soundcloud.com/daniel-dresden

Tingeltangelbob
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Re: Theoretische Elektrotechnik 1 - Eure Meinung

Beitrag von Tingeltangelbob » 30.01.2009 19:20

Oh ja, ich hab zwar noch die VL vom Gonschorek besucht, aber kann mir vorstellen, dass es eigentlich nur besser werden kann. Von daher solltet ihr eher froh sein.

Was man von außen beurteilen kann, nimmt der Krauthäuser die Lehre auch wesentlich ernster, z.B veröffentlicht er seine Evaluationsergebnisse online. Welcher andere Prof macht das schon?
Der Gonschorek hat meiner Meinung nach seine Ergebnisse nichtmal in der Vorlesung preisgegeben, oder wenn, dann nur sehr sehr kurz...

Mit Dr. Binner verliert die TET m.M.n. eine ganz ganz wichtige Stütze. Er hat die TET Übungen für viele so gemacht, dass sie überhaupt die Prüfung bestehen konnten. Im Prinzip hat er fast allein die schlechte Gonscho-Vorlesung rausgerissen.
Auch die Betreuung der Studenten so war von ihm sehr gut. Klausureinsicht zu jeder Zeit etc.
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Re: Theoretische Elektrotechnik 1 - Eure Meinung

Beitrag von Tank » 30.01.2009 19:47

die Vorlesung ist Top!
wegen Notation: gib mal "Integral" in Wikipedia ein - das ist gang und gebe bei den Physikern, bei langen formeln find ichs meistens sogar gut

die 3d operatoren sind machmal unnötig, aber man gewöhnt sich dran, für herleitungen kommt man eh nicht drum herum

beispiele sind aber manchmal wirklich mager: fast nur biotsavart gerede, obwohl man die halbe übung mit dem durchflutungsgesetz rechnet

sonst ok

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Hans Oberlander
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Re: Theoretische Elektrotechnik 1 - Eure Meinung

Beitrag von Hans Oberlander » 31.01.2009 14:52

Vielleicht können ja die die Vorlesung gut finden erklären was genau sie daran gut finden.

Huskypaw
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Re: Theoretische Elektrotechnik 1 - Eure Meinung

Beitrag von Huskypaw » 06.05.2009 16:47

Gonschorek is gone?

Oooooh, wie gut dass ich noch Schwarz und Gonschorek erleben durfte!

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Re: Theoretische Elektrotechnik 1 - Eure Meinung

Beitrag von Basti » 29.07.2009 23:06

Ich würde mal prinzipiell in Frage stellen, das die Notation dr^3 statt dV korrekt ist. Denn meiner Meinung nach kann man keinen Raum mit einer einzigen Variablen r beschreiben. Der Raum hat nunmal die 3 Dimensionen und damit 3 Variablen die voneinander unabhänig sind. Und wenn man das dV ersetzen will dann nur duruch ein dX*dY*dZ.
Falls das dr^3 jedoch nur als Platzhalter für die 3 Variablen, anstatt des dV geschrieben wird, dann finde ich die Notation sehr verwirrend, da es dann fälschlicherweise als eine 3-fache Integration nach der Variablen r gedeutet werden könnte.
Was sagt ihr dazu?

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Re: Theoretische Elektrotechnik 1 - Eure Meinung

Beitrag von MrGroover » 30.07.2009 20:43

Basti hat geschrieben:Was sagt ihr dazu?
Damit leben und fertig... Mathematiker, Physiker und die Ingenieure verwenden bei manchen Sachen gern unterschiedliche Notationen, stellenweise unterscheiden die sich von Prof. zu Prof. Wenn möglich kann man bei Unklarheiten ja den Autor/Urheber fragen, wie es gemeint ist... Manche schreiben auch die Integrationsvariablen (dx) direkt hinter das Integral-S und dann erst den zu integrierenden Term. Beliebt sind auch die Darstellungen von Vektoren, Matrizen und Skalaren, da lassen sich manche auch tolle Sachen einfallen, um die zu unterscheiden, Pfeil drüber ist aber irgendwie verpönt...

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Re: Theoretische Elektrotechnik 1 - Eure Meinung

Beitrag von Felix... » 05.08.2011 14:27

Hi Leute,

also ich find die Vorlesung vom Prof. Krauthäuser auch nicht so toll. Zu Gute halten muss man ihm aber, dass er sich wirklich Mühe gibt (und es wahrscheinlich schon deutlich besser als beim Gonschorek ist). Ich hab erst an der HTW studiert und da wird TET in einem Semester durchgerissen. In diesem einen Semester kommt einiges mehr dran als in beiden Semestern an der TU beim Krauthäuser (wobei beim Krauthäuser ein paar ander Sachen dran kommen die an der HTW nicht erwähnt werden). Dazu gibts ca. 50 anspruchsvolle Übungsaufgaben... (ziemlich krank...) Man mag es kaum glauben, aber das Niveau ist deutlich höher als an der TU beim Prof. Krauthäuser. Die Prüfung an der HTW ist eventuell einen Tick leichter. Man hat gefühlt ein klein wenig mehr Zeit und durch das hohe Niveau von Vorlesung und Übung ist man für die Prüfung deutlich besser vorbereitet. Die Vorlesung an der HTW wird von Prof. Klix gehalten... Der hat glaube ich auch vor einigen Jahren an der TU habilitiert...

So viel von meiner Meinung zur TET Vorlesung an der TU beim Prof. Krauthäuser
;-)

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TFWalther
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Re: Theoretische Elektrotechnik 1 - Eure Meinung

Beitrag von TFWalther » 08.08.2011 08:49

Gabs da nicht sonen berühmten Spruch: "ausgeKlixt"?

Felix...
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Re: Theoretische Elektrotechnik 1 - Eure Meinung

Beitrag von Felix... » 09.08.2011 23:15

:lol: ja den spruch gibts.. :lol:
naja, die reine vorlesung find ich ja eigentlich beim krauthäuser ganz ok. das tempo fnd ich gut. nur is es manchmal leider bisschen unstrukturiert, also formeln ohne überschrift oder so. aber im großen und ganzen ists schon ok. was mich an dem fach viel mehr stört sind die übungen. ne richtige vorrechnübung wäre mal angesagt... (gabs ja in tet 1 wenigstens vom jakobs, in tet 2 leider gar nicht so richtig)

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