Fall von Masern an der TUD

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Hans Oberlander
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Fall von Masern an der TUD

Beitrag von Hans Oberlander » 20.01.2019 10:18

Sehr geehrte Beschäftigte, sehr geehrte Studierende,
wir möchten Sie darüber informieren, dass an der TU Dresden ein Fall von Masern aufgetreten ist.
Wenn Sie über einen aktiven Masern-Impfschutz verfügen bzw. bereits einmal an Masern erkrankt waren, sind Sie nicht gefährdet. Die folgenden Informationen sind nur für jenen Personenkreis relevant, der nicht durch die beiden zuvor genannten Punkte gegen Masern geschützt ist.
Am 08. und 09.01.19 besuchte eine infektiöse und inzwischen erkrankte Studentin Lehrveranstaltungen im Drude-Bau in den TUD-Gebäuden in der August-Bebel-Straße sowie die Mensen in der SLUB und in der Wundtstraße. Aufgrund der Inkubationszeit könnte ab 22.01.19 bei ungeschützten Kontaktpersonen eine Masern-Erkrankung auftreten.
Masern werden durch das Masernvirus ausgelöst. Die Übertragung erfolgt ausschließlich von Mensch zu Mensch als Tröpfcheninfektion beim Husten, Niesen oder Sprechen. Die Ansteckungsgefahr ist sehr hoch. Im Falle einer Ansteckung treten nach etwa 8 – 10 Tagen in der Regel hohes Fieber und grippeartige Symptome auf verbunden mit weißen kalkspritzerartigen Flecken an der Mundschleimhaut. Etwa 3 - 7 Tage später bildet sich der typische Hautausschlag, der hinter den Ohren und im Gesicht beginnt und sich dann über den ganzen Körper ausbreitet. Erkrankte sind 5 Tage vor bis 4 Tage nach Ausbruch des Hautausschlages ansteckend. Masernerkrankungen sind sehr ernst zu nehmen, da schwerwiegende Komplikationen (z.B. Hirnhautentzündungen) auftreten können.
Bitte kontrollieren Sie Ihren Impfstatus und lassen Sie sich bei Fragen von Ihrem Hausarzt/Ihrer Hausärztin beraten. Gern stehen Ihnen auch der Gesundheitsdienst der TU Dresden (gesundheitsdienst@tu-dresden.de) oder das Gesundheitsamt Dresden (Tel. 4 88 82 04 oder -05) beratend zur Seite.
Als geschützt gelten:
• Personen, die zweimal gegen Masern geimpft wurden.
• Personen, die selbst an Masern erkrankt waren (ärztlich dokumentiert).
• Personen, bei denen ein dokumentierter Antikörpernachweis vorliegt.
• Personen, die vor 1958 geboren wurden.
Erforderliche Impfungen können beim Gesundheitsamt oder bei Hausärzten/-ärztinnen durchgeführt werden.
Bei Zeichen einer Infektion (z. B. Husten, Fieber) sollten Sie vorzugsweise Ihren Hausarzt/Ihre Hausärztin aufsuchen. Informieren Sie die Arztpraxis telefonisch über den Verdacht einer Masern-Infektion, damit das Praxisteam entsprechende Schutzmaßnahmen vor dem Besuch ergreifen kann.
Fragliche Kontaktpersonen mit unklarem Immunstatus wenden sich bitte unverzüglich und direkt beim Gesundheitsamt!
Mit freundlichen Grüßen
Ihr TU Dresden Gesundheitsdienst
Wie kann man als Erwachsener nicht gegen Masern geimpft sein? Es ist mir unverständlich wie jemand ohne vollständigen Impfschutz überhaupt in öffentliche Gebäude darf und damit Menschen gefährdet, die noch nicht geimpft werden konnten oder geimpft werden können. Und ich wette es war kein Fall von nicht geimpft werden können bei der guten Dame.

Also Leute, lasst euch gegen die Masern und die anderen wichtigen Krankheiten impfen, wenn möglich!

PS: Warum Personen, die vor 1958 geschützt sind, interessierte mich:

Als empfänglich gelten nach Empfehlungen der Sächsischen Impfkommission (SIKO) nach 1958 geborene Personen ohne nachgewiesene überstandene Masernerkrankung (Vor 1958 Geborene gelten als geschützt, da die Maserndurchseuchung vor Einführung der Schutzimpfung sehr hoch war.).

https://www.lua.sachsen.de/download/lua ... masern.pdf

Durchseuchung ist doch ein schönes Wort.

Geigeabc
Beiträge: 7
Registriert: 05.02.2015 13:48

Re: Fall von Masern an der TUD

Beitrag von Geigeabc » 30.01.2019 00:22

Früher waren wir nicht so weich und haben irgend welche Spritzen gebraucht!
Wir sind krank geworden, haben uns von unseren Freunden verabschiedet und die überlebenden haben einfach weiter gemacht :D

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